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Ärzteschaft

KBV kritisiert „Angsterzeugung“ in Coronakrise

Mittwoch, 21. Oktober 2020

Stephan Hofmeister /Georg J. Lopata

Berlin – Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat den Ton im Zusammenhang mit der Verschärfung von Coronamaßnahmen kritisiert. „Wir glauben, dass etwas mehr Ruhe und Sachlichkeit und etwas weniger Bedrohlichkeit vielleicht helfen könnten, die nächsten eineinhalb Jahre auch noch zu überstehen“, sagte der stellvertretende KBV-Vorsitzende und Allgemeinmediziner Stephan Hofmeister der Deutschen Presse-Agentur.

Drohungen und Angsterzeugung seien immer ein schlechter Ratgeber und nicht nachhaltig, betonte Hofmeister. Nach Einschätzung der Kassenärzte wird es noch bis Ende 2022 dauern, bis regelmäßig und wirksam geimpft werden kann. „Und unter diesem Aspekt muss man sich die Maßnahmen, die jetzt propagiert werden, anschauen. Sind das Maßnahmen, die durchhaltefähig sind?“

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Das Coronavirus sei nicht in Wellen da, sondern immer und wie andere Viren auch saisonal häufiger, so Hofmeister. Man werde jetzt im Herbst einen Höhepunkt erleben und im nächsten Frühjahr wieder, so wie bei anderen Viren auch.

„Dinge wie die AHA-Regel sollten selbstverständlich und positiv besetzt sein. Es sollte klar sein, dass man selbst, wenn man nicht so sehr an die Masken glaubt, diese aber aus Rücksicht gegenüber Dritten und Schwächeren trotzdem trägt“, sagte Hofmeister.

„Das ist etwas anderes, als zu drohen, dass Weihnachten ganz furchtbar wird, weil wir alle im Lockdown sein werden. Und da denken wir als KBV, dass wir vielleicht eine Besinnung brauchen und keinen Wettbewerb, wer kann's noch schärfer.“ © dpa/aerzteblatt.de

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Avatar #759489
MITDENKER
am Dienstag, 27. Oktober 2020, 15:55

Wie ich lernte Talkshows zu hassen

...ist der Titel einer zutreffenden Glosse über das Phänomen Lauterbach. Ich glaube es waren die NACHDENKSEITEN, die das äußerst humorvoll uns spitzfindig analysiert haben.
Avatar #550935
Arco
am Freitag, 23. Oktober 2020, 06:32

Lauterbach muss zurücktreten. Er ist untragbar... für Ärzte und Patienten.

Karl Lauterbach verteidigt Denunziantentum: »Derjenige, der Verstöße meldet, macht etwas für die Gesellschaft!« – Die Bürger des Landes werden von Altparteienpolitikern, Behörden und Institutionen dazu aufgerufen, ihre Mitmenschen zu denunzieren. Euphemistisch wird es als »Meldung gegen Corona-Bestimmungen« umschrieben. Karl Lauterbach verteidigt dieses Denunziantentum.
Avatar #550935
Arco
am Donnerstag, 22. Oktober 2020, 22:44

Unentschuldbar ?

Ich frage mich schon lange, wann Äußerungen, Entscheidungen und Abstimmungen von Abgeordneten, die nachweislich dem deutschen Volke schaden, "unentschuldbar" werden.
Avatar #745246
Andre B.
am Donnerstag, 22. Oktober 2020, 19:38

Lauterbach fordert BÄK-Chef zum Rücktritt auf

Der Ärztenachrichtendienst berichtet heute:

»SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach bezeichnete die Äußerungen des BÄK-Präsidenten als "unentschuldbar" für den "ranghöchsten deutschen Ärztefunktionär".

Der Präsident der Bundesärztekammer, Dr. Klaus Reinhardt, hat mit einer Äußerung in einer Talkshow für Wirbel gesorgt. Darin zweifelte er den Nutzen von einfachen Alltagsmasken bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie an. Dies stößt auf Widerspruch – auch bei Ärzten.

Er sei von den Alltagsmasken nicht überzeugt, "weil es auch keine tatsächliche wissenschaftliche Evidenz darüber gibt, dass die tatsächlich hilfreich sind", sagte er in der ZDF-Talkshow
"Markus Lanz" vom Mittwochabend. "Schon gar nicht im Selbstschutz und wahrscheinlich auch nur ganz wenig im Schutz, andere anzustecken." Im Zusammenhang mit der Maskenpflicht sprach der Mediziner an einer Stelle von einem "Vermummungsgebot".

>>> https://www.aend.de/article/208570
Avatar #550935
Arco
am Donnerstag, 22. Oktober 2020, 18:56

Vielen Dank für diese mutige Stellungnahme.

Jeder, der zur Besinnung, Sachlichkeit und Mäßigung aufruft oder eine offene Diskussion über die Maßnahmen fordert, läuft Gefahr zum Störfaktor für die herrschende Regierungspolitik zu werden.
Totalitäre Strafen werden ja bereits geplant. (s. Lauterbach & Co)
Avatar #672734
isnydoc
am Donnerstag, 22. Oktober 2020, 16:28

Überzeugende Argumentation derart: "I am not convinced"

Lasst doch mal den BÄK-Präsidenten mit K. Lauterbach zusammen zu Wort kommen, das wird bestimmt noch interessanter als bei Lanz gestern:
https://www.watson.de/deutschland/coronavirus/675484803-maskenpflicht-aussage-von-mediziner-macht-markus-lanz-fassungslos
Avatar #745246
Andre B.
am Donnerstag, 22. Oktober 2020, 15:48

Karl Lauterbach über 50000 Tote und 500.000 Neuinfizierte am Tag

Wenn man Ärzten mit Strafen droht, die eine diffenzierte Meinung bzg. des Coronavirus vertreten, dann sollte man auch darüber diskutieren dürfen, ob eine solch völlig unsachliche und unwissenschaftliche Erzeugung von Ängsten nicht bereits den Tatbestand, der vorsätzlichen Nötigung oder einfachen Körperverletzung erfüllt.

>>> https://www.youtube.com/watch?v=6XOzR4Qyp0A
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