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Mehr als 21.000 neue Coronainfektionen in Großbritannien

Mittwoch, 21. Oktober 2020

/picture alliance, PA Wire, Martin Rickett

London – In Großbritannien sind innerhalb von 24 Stunden mehr als 21.000 Corona­neuinfektionen registriert worden. Damit steigt die Gesamtzahl der Ansteckungen nach Regierungsangaben von gestern auf mehr als 762.000 und die Zahl der Todesfälle auf fast 44.000.

Statistiken der Nationalen Statistikbehörde kommen sogar auf etwa 59.000 Todesfälle. Die Experten werteten hierfür alle Sterbezertifikate aus, auf denen eine Coronainfektion vermerkt war.

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Experten gehen von einer hohen Dunkelziffer im Vereinigten Königreich aus, da es an SARS-CoV-2-Tests mangelt. In stark betroffenen Regionen wie dem Norden Englands können viele Kliniken keine Patienten mehr aufnehmen.

In europäischen Statistiken zählt Großbritannien mit seinen knapp 67 Millionen Einwohnern zu den am schlimmsten von der Coronapandemie betroffenen Ländern. Das Gesundheits­wesen gilt als marode und Premier Boris Johnson wird ein schlechtes Krisenmanagement vorgeworfen. © dpa/aerzteblatt.de

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Andre B.
am Freitag, 23. Oktober 2020, 10:13

Folge des Lockdowns: Deutlich mehr Tote in Grossbritannien

Zwischen März und September starben in Privathaushalten in England und Wales 26’000 Menschen mehr als sonst – aber nur 3% von ihnen an Covid-19.

Das englische Office for National Statistics (ONS) publiziert erstaunliche Zahlen:

Seit 20. März gab es in England mehr als 26’000 zusätzliche Todesfälle in Privathaushalten. Während dieser Periode hatte der Premierminister die britische Öffentlichkeit gewarnt, zu Hause zu bleiben, um den National Health Service (NHS) zu schützen. Laut ONS waren Herzerkrankungen sowohl bei Männern als auch bei Frauen die häufigsten Todesfälle in Privathaushalten. Statistiker meinen, die Zahlen enthüllten die «Umverteilung» der Orte, wo Menschen während einer Pandemie sterben.

In der MailOnline ist zu lesen, dass die zahlreichen Todesfälle wahrscheinlich darauf zurückzuführen sind, dass die Menschen nicht ins Krankenhaus gehen konnten oder wollten. Ein weiterer Grund könnte sein, dass die NHS aufgrund der Beschränkungen die übliche Betreuung der Pflegebedürftigen nur eingeschränkt ausführen konnte.

Dies führte in Grossbritannien zu rund hundert zusätzlichen Todesfällen pro Tag! Sechs von zehn der Verstorbenen waren über 70 Jahre alt. Herzkrankheiten waren die häufigste Todesursache, gefolgt von Krebs und Demenz.

Fiona Carragher, die für Forschung zuständige Direktorin der Alzheimer-Gesellschaft, erwähnt, dass allein die Zahl der Todesopfer durch Demenz bei Frauen um 75 Prozent gestiegen sei. Sie ist überzeugt, dass Isolation, Angst vor dem Coronavirus und die Einschränkung der Gesundheits- und Sozialdienste zu der katastrophalen Zunahme der Todesfälle von Menschen mit eingeschränkter Gesundheit geführt hätten.

Gesundheitsexperten warnen nun, dass Grossbritannien innerhalb eines Jahres 35’000 weitere Krebstote als Folge der Pandemie zu erwarten habe.

>>> https://www.dailymail.co.uk/news/article-8854715/More-26-000-excess-deaths-recorded-private-homes-England-Wales-September.html
Avatar #760158
wilhem
am Mittwoch, 21. Oktober 2020, 17:45

Die Zahlen stimmen

https://coronavirus.data.gov.uk/

21,331Value: 21331 — Abstract information: Daily number of new people tested positive reported on Tuesday, 20 October 2020 - chart shows 7-day rolling average.
Click for additional details.
Total
Avatar #111366
simplicissimus500
am Mittwoch, 21. Oktober 2020, 17:42

Wirklich?

Kann man sich auf die Statistiken in diesem Blatt verlassen? Ist es etwa nicht systemkonform?
LNS

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