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Pflegeberufekammer Schleswig-Holstein mahnt Nachbesserungen beim Pflegebonus an

Mittwoch, 21. Oktober 2020

/picture alliance, Bernd Wüstneck

Neumünster – Als „eine gut gemeinte Geste, mit einer bis heute schlechten Umsetzung“ bezeichnet die Pflegekammer Schleswig-Holstein die Pflegeprämie. Die Kammer kritisiert dabei nicht nur eine „schlechte Planung, sondern besonders die Signale“, die ausgesandt worden seien.

Die Bundesprämie nur für die Altenpflege zahlen zu wollen, sei „von vorneherein ein falsches Signal“ gewesen, so die Pflegeberufekammer. Schon im Mai habe man die Forderung nach Gleichbehandlung aller belasteten Pflegefachpersonen veröffentlicht.

Auch die „halbherzige“ Nachbesserung der Bundesprämie für Krankenhauspersonal sehe man kritisch, das sie den Unmut bei den Pflegekräften noch weiter schüre. Mittels einer „willkürlich festgelegten Quote der Corona-Erkrankten“ wolle der Bund nun die Mitarbeitenden in den Krankenhäusern mit einer Prämie bedenken – oder eben nicht. Die meisten Pflegefachpersonen in Krankenhäusern wären in Schleswig-Holstein leer ausgegangen, so die Kammer.

Die Pflegeberufekammer mahnt deutliche Nachbesserungen an und stellt zwei Forderungen. „Gerade jetzt, wo die Zahlen steigen und für längere Zeit immer höhere Belastungen in allen Versorgungsbereichen entstehen werden, gilt es das eigentliche Ziel der Prämie ernsthaft aufzugreifen", betonte Patricia Drube, Präsidentin der Pflegeberufekammer Schleswig-Holstein.

Beschäftigte in Rehakliniken, in der Überleitungspflege, in Dialysepraxen und in der Ambulanten SGB V-Pflege müssten einbezogen werden.

„Wir müssen aber auch betonen, dass die Prämien-Idee langfristig kein Ersatz für angemessene Entlohnung ist. Deutliche Lohnsteigerungen sind dabei ein Faktor. Genauso wichtig für die langfristige Attraktivität des Berufes ist die deutliche Erhöhung der Zuschläge für besondere Arbeitszeiten“, so Drube weiter.

Dazu habe man bereits im April ein Konzept mit deutlichen Erhöhungen der Zulagen für Nacht-, Feiertags- und Wochenendschichten vorgelegt. © EB/aha/aerzteblatt.de

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