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AOK veröffentlicht klinikbezogene Qualitätsdaten zu Knieprothesen­wechseln

Donnerstag, 22. Oktober 2020

/kravka, stockadobecom

Berlin – Die AOK hat ihr Informationsangebot zu den Qualitätsergebnissen einzelner Krankenhäuser bei Knie- und Hüftoperationen ergänzt: Zusätzlich zu den bereits verfüg­baren Qualitätsdaten zur Erstimplantation von Knie- und Hüftgelenken sowie zum Wechsel von Hüftprothesen sind jetzt auch klinikbezogene Qualitätsdaten zu Kniepro­thesen­wechseln verfügbar.

„Damit bieten wir jetzt zu allen großen OPs an Hüfte und Knie wertvolle Informationen an, die bei der Wahl der passenden Klinik nach Qualitäts-Gesichtspunkten helfen“, sagt Martin Litsch, Vorstandvorsitzender des AOK-Bundesverbandes.

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Die Ergebnisse sollen allen interessierten Ärzten und Patienten die Qualitätsunterschiede zwischen den 264 Kliniken in Deutschland transparent machen, die von 2014 bis 2018 Kniepro­thesenwechsel bei mehr als 16.000 AOK-Versicherten vorgenommen haben. Für jede einzelne Klinik lässt sich im sogenannten AOK-Navigator ablesen, ob sie bei der Behandlungsqualität überdurchschnittlich, durchschnittlich oder unterdurchschnittlich abschneidet.

Laut der AOK zeigen sich beim Knieprothesenwechsel deutliche Unterschiede in der Behandlungsqualität zwischen den einzelnen Krankenhäusern. Im Mittel kommt es bei knapp acht Prozent aller Patienten zu Komplikationen. Im Viertel der Kliniken, die am besten abschneiden, liegt die Gesamtkomplikationsrate bei höchstens 5,1 Prozent. Im Viertel mit der schlechtesten gemessenen Behandlungsqualität ist die Komplikationsrate mit mindestens 10,8 Prozent dagegen mehr als doppelt so hoch.

Die AOK hat in ihren Qualitätsvergleich nur Kliniken einbezogen, die innerhalb von fünf Jahren mindestens 30 AOK-Versicherte operiert haben. Daraus ergibt sich eine Zahl von bundesweit 264 Kliniken, die eine ausreichende Fallzahl erreichen. Insgesamt bieten aber rund 1.000 Krankenhäuser in Deutschland die OP an.

„Die meisten dieser Häuser können nur sehr geringe Fallzahlen vorweisen – und das, obwohl es sich beim Knieprothesenwechsel um eine komplizierte OP handelt, die viel Routine und Erfahrung erfordert“, so Litsch. „Die Bündelung von Operationen in Kliniken mit großer Erfahrung ist möglich und notwendig, um die Behandlungsqualität zu verbessern“, betonte der AOK-Vorstandsvorsitzende. © hil/aerzteblatt.de

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