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Medizin

Placebo-Effekt hat molekulare Entsprechungen

Freitag, 30. Oktober 2020

/Microgen, stock.adobe.com

München – Ein Team um Karin Meißner vom Institut für Medizinische Psychologie der Ludwigs-Maximilians-Universität München hat zusammen mit Forschern des Helmholtz-Zentrums München physiologische Entsprechungen für einen Placebo-Effekt entdeckt.

Die Arbeitsgruppe konnte zeigen, dass bestimmte Proteine dabei eine Rolle spielen. Die Arbeit ist in der Fachzeitschrift Plos One erschienen (DOI: 10.1371/journal.pone.0238533).

Bislang untersuchten Wissenschaftler den Placebo-Effekt vor allem im Hinblick auf Schmerzen. „Für mich ist das Symptom der Übelkeit besonders spannend, weil es mit messbaren Änderungen der Magenaktivität einhergeht“, sagte Meißner. Damit lasse sich der Phantom-Effekt auf körperlicher Ebene unmittelbar untersuchen.

Die Wissenschaftler setzten zunächst 100 Testpersonen gezielt einem Übelkeitsreiz aus. Sie verwendeten dabei einen visuellen Reiz: Schwarz-weiße Streifen zogen auf einem halbrunden Bildschirm 30 Zentimeter vor den Probanden vorbei. Anschließend erfassten die Forscher die Reaktion auf diesen sogenannten Vektionsreiz.

Sie befragten die Probanden nach Symptomen, maßen die Magenaktivität und entnah­men Blutproben für eine Proteomik-Analyse, also eine Analyse aller in einer Zelle oder einer Probe vorkommenden Proteine.

Am Tag darauf testete das Team in verschiedenen Studiengruppen, wie die Probanden auf eine Placebobehandlung im Vergleich zu keiner und echter Behandlung reagierten. Bei einer echten Behandlung gegen Übelkeit stimuliert ein TENS-Gerät mit leichtem Strom bestimmte Akupunkturpunkte. Bei einer Placebobehandlung wurde ein Punkt entweder nur oberflächlich behandelt oder das Gerät erst gar nicht eingeschaltet.

Die Wissenschaftler fanden bei ihrer Proteomik-Analyse spezifische Proteine, die mit einer schnellen Immunantwort bei Auftreten von Übelkeit in Verbindung stehen. „Offen­bar unterdrückt die Placebobehandlung diese schnelle Immunantwort“, berichtet Meißner über die Ergebnisse. © hil/aerzteblatt.de

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Avatar #98971
Radoman
am Sonntag, 1. November 2020, 19:35

Cuturilo

"Bei einer echten Behandlung gegen Übelkeit stimuliert ein TENS-Gerät mit leichtem Strom bestimmte Akupunkturpunkte" und Aertzeblatt??? Was geschieht?
Avatar #1976
barabasch-riedel
am Freitag, 30. Oktober 2020, 20:52

Und erneut : "molekulare Entsprechungen"

Was ist denn nun "besonders" daran ? Lediglich, dass sie - die "molekularen Ensprechungen" - entdeckELt wurden. Im "Topf des Lebens unter den Bedingungen von Zeit und Raum" waren diese schon immer, nur hat die Münchener Forschungsgruppe den zuständigen "Untertopf" entdeckt und diesen ENTDECKELT. Denn : alles auf dieser Welt benötigt zur Wahr-Nehmung eine Form - sonst wäre es nicht erkennbar für unsere Sinnes-Organe ! Denn den GEIST dahinter vermögen wir nicht Ding-fest zu machen, aber dieser Geist ist der Schöpfer der (entdeckelten) Form im Zeiten-Raum (und dessen Gesetzmässigkeiten) . Dies sei nicht vergessen - dem bewussten SEIN zu liebe . . .
Dr. Richard Barabasch
Avatar #1976
barabasch-riedel
am Freitag, 30. Oktober 2020, 20:49

Und erneut : "molekulare Entsprechungen"

Was ist denn nun "besonders" daran ? Lediglich, dass sie - die "molekularen Ensprechungen" entdeckELt wurden. Im "Topf des Lebens unter den Bedingungen von Zeit und Raum" waren diese schon immer, nur hat die Münchener Forschungsgruppe den zuständigen "Untertopf" entdeckt und diesen ENTDECKELT. Denn : alles auf dieser Welt benötigt zur Wahr-Nehmung eine Form - sonst wäre es nicht erkennbar für unsere Sinnes-Organe ! Denn den gesit dahinter vermögen wir niocht Ding-fest zu machen, aber dieser Geist ist der Schöpfer der (entdeckelten) Form im Zeiten-Raum (und dessen Gesetzmässigkeiten) . Dies sei nicht vergessen - dem bewussten SEIN zu liebe . . .
Dr. Richard Barabasch
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