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Politik

Spahn: „Den Umständen entsprechend gut“

Donnerstag, 22. Oktober 2020

/picture alliance, ASSOCIATED PRESS, Markus Schreiber

Berlin – Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) geht es nach Angaben eines Sprechers „den Umständen entsprechend gut“. Gestern war der Minister positiv auf COVID-19 getestet worden. „Er hat weiterhin kein Fieber, zeigt aber Erkältungssymp­tome“, teilte der Sprecher heute mit.

Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem engeren Umfeld des Ministers seien inzwischen ebenfalls auf das Coronavirus untersucht, aber negativ getestet worden. „Als Vorsichtsmaßnahme arbeiten sie vorläufig aus dem Homeoffice.“

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Nach Informationen des Deutschen Ärzteblattes sollen im Bundesgesundheitsministe­rium (BMG) am Standort in Berlin viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter heute von zu Hause arbeiten, da ihre jeweiligen Abteilungsleiter getestet wurden. Die Leitungs­ebene des Ge­sund­heits­mi­nis­teriums bleibe aber arbeitsfähig, heißt es aus Regierungs­kreisen.

So vertrete der Staatssekretär Thomas Steffens den Minister, die parlamentarischen Staatssekretäre Thomas Gebhart (CDU) und Sabine Weiß (CDU) würden die Vertretung im Kabinett oder in den parlamentarischen Ausschüssen übernehmen. Das sogenannte „Spiegelressort“ ist das Bundesarbeitsministerium. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) ist allerdings nach einer Warnung aus der Corona-Warn-App auch im Homeoffice.

Auch Spahn arbeite im Homeoffice. Ob er allerdings in den kommenden Tagen an Video­konferenzen mit den Bundesländern oder Video-Veranstaltungen wie zum Beispiel dem World Health Summit teilnehmen kann, werde „von Tag zu Tag“ entschieden, heißt es.

Erkenntnisse darüber, wo der Minister sich angesteckt haben könnte, gebe es bisher nicht. Gestern hätten sich die Erkältungssymptome bei ihm gezeigt, im Bundesgesund­heits­ministerium wurde dann ein Schnelltest gemacht. Jedes Ministerium habe dafür ein Kontingent. Nach dem positiven Ergebnis wurde auch ein PCR-Abstrich im Bundeswehr­krankenhaus genommen, der das positive Ergebnis vom Schnelltest bestätigte.

Spahn war gestern als erster Bundesminister positiv auf Corona getestet worden. Nach Bekanntwerden des Ergebnisses hatte sich Bun­des­fa­mi­lien­mi­nis­terin Franziska Giffey (SPD) nach Angaben einer Sprecherin einem ersten Schnelltest unterzogen, der negativ ausfiel. Ein weiterer sollte folgen.

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD), der nicht an der Kabinettssitzung teilnahm, wurde nach Angaben des Auswärtigen Amts zuletzt vorgestern im Rahmen des beson­deren Hygiene- und Sicherheitskonzepts für Dienstreisen routinemäßig getestet, mit negativem Ergebnis. Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) war bei der Kabinetts­sitzung nicht anwesend, da sie bei einer Sitzung in Brüssel war.

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) sieht keinen Anlass für Quarantäne nach Spahns positivem Test. Für Seehofer bestehe derzeit kein Verdacht einer Coronainfektion, teilte ein Ministeriumssprecher mit. Dem Vernehmen nach wurde Seehofer getestet, nachdem bekannt wurde, dass sich Spahn angesteckt hat - mit negativem Ergebnis.

In der Bundesregierung wurde heute betont, die Teilnehmer der Kabinettssitzung hielten sich an die Coronaregeln. Sie würden mit Mund-Nasen-Schutz zu ihren Stühlen gehen, die einzelnen Plätze lägen extra weit auseinander.

Seit Beginn der Hochphase der Pandemie ist das Kabinett vom eigentlichen Kabinettssaal in den Internationalen Konferenzsaal des Kanzleramts umgezogen, um die Abstands­regeln einhalten zu können. Dort gebe es unter anderem eine vorbildliche Lüftungs­anlage, mit der die Raumluft häufig ausgetauscht werde. © bee/dpa/aerzteblatt.de

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