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Ärzteschaft

KIM-Dienst kv.dox der KBV steht kurz vor dem Start

Donnerstag, 22. Oktober 2020

/todja, stockadobecom

Berlin – Der Kommunikationsdienst für die Praxis „kv.dox“ steht kurz vor der Einführung. Nach erfolgreicher Prüfung durch die gematik wird jetzt der finale Test des Dienstes der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) in ausgewählten Praxen vorbereitet.

„Wir wollen kv.dox im Laufe des kommenden Monats auf den Markt bringen“, kündigte der KBV-Vorstandsvorsitzende Andreas Gassen heute an. Mit dem positiven Bescheid der gematik sei ein wichtiger Meilenstein erreicht. Nach Abschluss des Feldtests können Ärzte und Psychotherapeuten kv.dox bestellen und zum elektronischen Versand von Arztbriefen, Befunden, AU-Bescheinigungen oder anderen medizinischen Dokumenten nutzen.

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kv.dox ist ein Dienst für Kommunikation in der Medizin (KIM), der einen sicheren elektronischen Datenaustausch innerhalb der Tele­ma­tik­infra­struk­tur (TI) ermöglichen soll. Über solche KIM-Dienste soll künftig die gesamte digitale Kommunikation im Gesundheitswesen laufen.

Die KBV ist ein Anbieter eines solchen KIM-Dienstes. Mit dem Digitale-Versorgung-Gesetz hat das KV-System erstmals die Möglichkeit erhalten, neben der Industrie eine Komponente der TI den Praxen bereitzustellen.

„Wir werden den Kolleginnen und Kollegen ein gutes Produkt zu einem fairen und kostendeckenden Preis anbieten“, sagte KBV-Vorstandsmitglied Thomas Kriedel.

Mit acht Euro netto im Monat werde der Preis innerhalb der Förderpauschale liegen, die Praxen für einen KIM-Dienst erhalten, versicherte Gassen. „Für kv.dox zahlen Praxen nicht drauf.“ Dies sei der KBV sehr wichtig, gerade vor dem Hintergrund der hohen Kosten in den Praxen zur Nutzung der TI.

Voraussetzung für alle KIM-Dienste ist, dass die Nutzer mit einem E-Health-Konnektor arbeiten. Die dafür nötigen Updates werden durch die Konnektor-Hersteller bereitgestellt. © EB/aha/aerzteblatt.de

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