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PAIN2020: Hilfestellung für gesetzlich versicherte Schmerzpatienten

Montag, 26. Oktober 2020

/freshidea, stock.adobe.com

Würzburg – Das bundesweite Versorgungsforschungsprojekt PAIN2020 der Deutschen Schmerzgesellschaft zielt darauf ab, die ambulante interprofessionelle Therapie chronischer Schmerzpatienten zu verbessern. Nachdem bislang lediglich Versicherte der Barmer und der KKH daran teilnehmen konnten, steht das Projekt nun Schmerzpatienten aller gesetzlichen Krankenkassen offen.

„Chronische Schmerzen können sich stark auf alle Belange des Lebens auswirken. Beispielsweise können zusätzlich Depressionen, Angst- und Schlafstörungen sowie Konzentrationsschwierigkeiten auftreten“, verwies Claudia Sommer, Präsidentin der Deutschen Schmerzgesellschaft sowie Leitende Oberärztin der Neurologischen Klinik und Poliklinik des Universitätsklinikums Würzburg (UKW).

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PAIN2020 (Patientenorientiert. Abgestuft. Interdisziplinär. Netzwerk) will durch inter­disziplinäre Diagnostik sowie individuelle Therapieempfehlungen für Risikopatienten einer Chronifizierung der Schmerzen sowie den damit einhergehenden Begleiterschei­nungen vorbeugen.

Dazu werden Studienteilnehmer zu Beginn umfassend von einem Team aus Ärzten, Psychologen und Physiotherapeuten untersucht, die im Anschluss eine interdisziplinäre multimodale Empfehlung geben. Das Team informiert und berät den Patienten gemein­sam, welche Therapie ambulant, stationär oder in einer Tagesklinik für ihn angemessen ist.

In dem Forschungsprojekt werden darüber hinaus zwei Therapiemodule verglichen, die die üblichen Therapieformen in der ambulanten Versorgung ergänzen und die Patienten über die Erkrankung sowie die Methoden der Schmerzbewältigung informieren. Außer­dem werden sie dabei unterstützt, selbstverantwortlich mit körperlichen und psychischen Bedürfnissen umzugehen.

An dem Projekt der Deutschen Schmerzgesellschaft beteiligen sich derzeit 26 schmerz­medizinischen Zentren. Es wird vom Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesaus­schusses (G-BA) mit sieben Millionen Euro gefördert und läuft bis 2022. © hil/aerzteblatt.de

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