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Mehr als 52.000 neue Coronainfektionen in Frankreich, Österreichs Kanzler thematisiert zweiten Lockdown

Montag, 26. Oktober 2020

/picture alliance, Roses Nicolas, ABACA

Paris – Die Zahl der täglichen SARS-CoV-2-Neuinfektionen in Frankreich hat erstmals die Marke von 50.000 übersprungen. Insgesamt steckten sich binnen 24 Stunden mindestens 52.010 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus an, wie die Gesundheitsbehörden gestern Abend mitteilten.

Seit Beginn der Coronapandemie in Frankreich starben mindestens 34.761 Menschen in Zusammenhang mit dem Coronavirus. Derzeit werden den Angaben zufolge mehr als 2.570 Menschen auf Intensivstationen behandelt. Auf dem Höhepunkt der Pandemie im Frühjahr waren es mehr als 7.000 Patienten.

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In den vergangenen 24 Stunden wurden 1.298 Coronainfizierte in Krankenhäuser eingeliefert, insgesamt befanden sich gestern 16.454 Menschen mit Symptomen in Kliniken.

Als zweites europäisches Land nach Spanien hatte Frankreich am Freitag die Marke von einer Million nachgewiesenen Coronainfektionen überschritten. In den Griff bekommen will die französische Regierung die Lage unter anderem mit der Ausweitung der Ausgangs­sperre auf zwei Drittel der Bevölkerung.

Seit vorgestern dürfen 46 Millionen Franzosen ihre Häuser in der Zeit zwischen 21.00 und 06.00 Uhr nicht verlassen. Die Regelung gilt zunächst für sechs Wochen.

Derweil hat Österreichs Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) einen zweiten Lockdown in den Raum gestellt. Sollte es nicht gelingen, den aktuell starken Anstieg bei den Coronaneu­infektionen zu stoppen, dann wäre das die Ultima Ratio, sagte Kurz heute.

Kriterium dafür sei die Lage in den Kliniken. „Kein Land der Welt wird es zulassen, dass die Intensivmedizin überfordert wird,“ so Kurz. In Österreich ist der drohende Zusammen­bruch des Gesundheitssystems gesetzliche Voraussetzung für einen Lockdown.

Jüngst hatte sich Ge­sund­heits­mi­nis­ter Rudolf Anschober (Grüne) noch sehr zuversichtlich gezeigt, dass die bisher eingeleiteten Maßnahmen ausreichen würden, die Entwicklung unter Kontrolle zu bringen. Dazu zählt seit gestern eine Obergrenze von sechs Personen bei privaten Feiern in Innenräumen und von zwölf Menschen im Freien.

Zuletzt waren in Österreich praktisch täglich Rekordwerte bei den SARS-CoV-2-Neuinfek­tionen verzeichnet worden. Die Entwicklung ist aktuell deutlich schlechter als in Deutschland. © afp/dpa/aerzteblatt.de

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