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Kranken­häuser kündigen Verschiebung nicht dringlicher Operationen wegen Corona an

Montag, 26. Oktober 2020

/GordonGrand, stock.adobe.com

Augsburg – Angesichts steigender SARS-CoV-2-Infektionszahlen stellen sich die Kranken­häuser in Deutschland darauf ein, vielerorts planbare Operationen zu verschieben. Es sei damit zu rechnen, dass „nicht notfallmäßige Eingriffe in besonders belasteten Regionen und Krankenhäusern wieder verschoben werden müssen“, sagte der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Georg Baum, der Augsburger Allgemeinen von heute.

Baum nannte die stark steigende Zahl der Neuinfektionen „besorgniserregend“. „Wir wissen aus dem Frühjahr, dass aus diesen Neuinfektionen zwangsläufig stationäre Behand­lungsfälle folgen.“ Damals habe jeder siebte Coronainfizierte mit einem zeitlich verzögertem Abstand im Verlauf der Krankheit stationär im Krankenhaus behandelt werden müssen.

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Zudem müsse damit gerechnet werden, dass eine bestimmte Zahl von Betten freige­halten werden müsse. „Anders als im Frühjahr wird es aber keinen flächendeckenden und unkoordinierten Lockdown geben“, fügte Baum hinzu.

Insbesondere die überregionale Versorgung großer Kliniken für wichtige Eingriffe solle gewährleistet bleiben. Baum zufolge hat sich die Zahl der Coronapatienten auf den Intensivstationen seit Anfang Oktober von 373 auf 1.296 mehr als verdreifacht.

Davon waren am Wochenende 578 Patienten beatmungspflichtig. Derzeit sind demnach 8.400 der mehr als 30.000 Intensivbetten frei. Als zentrales Problem sieht die Kranken­hausgesellschaft den Engpass beim Pflegepersonal.

Daher bräuchten die Kliniken „maximale Flexibilität“ bei der Personalbesetzung. Baum forderte, dass die von der Bundesregierung geplanten neuen Pflegeuntergrenzen nicht ab Januar gestartet werden werden dürften. © afp/aerzteblatt.de

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