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Ärzteschaft

Angestellte Ärzte und eHBA – Verband warnt vor Spannungsfeldern

Dienstag, 27. Oktober 2020

Berlin – Auf mögliche Spannungsfelder für angestellte Ärzte bezüglich des elektroni­schen Heilberufsausweises (eHBA) hat der Bundesverband Medizinische Versorgungs­zentren – Gesundheitszentren – Integrierte Versorgung (BMVZ) hingewiesen.

Zwar wird zwischen Kassenärztlicher Bundesvereinigung (KBV) und GKV-Spitzenverband noch immer eine Übergangsfrist verhandelt, klar ist aber, dass im Laufe des kommenden Jahres die elektronische Arbeits­unfähigkeits­bescheinigung (eAU) für alle in der vertrags­ärztlichen Versorgung tätigen Ärzte verpflichtend wird. Die Voraussetzungen: Eine Anbin­dung an die Tele­ma­tik­infra­struk­tur (TI) mit E-Health-Konnektor, die Verfügbarkeit eines KIM-Dienstes sowie ein eHBA 2.0.

Gerade an der Schnittstelle zwischen angestellten Ärzten und Medizinischen Versor­gungs­zentren (MVZ) als Arbeitgeber dürfte der eHBA ein „besonders sensibles Thema“ darstellen, so der BMVZ. Die gesetzten Rahmenbedingungen würden alle normalen Zu­ständig­keitsgrenzen einreißen.

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So müssten Praxisinhaber und MVZ-Leiter beispielsweise entstehende Fragen nach der Kostenübernahme für den eHBA und der Bedingungen individuell mit den angestellten Ärzten klären – alle diesbezüglichen gesetzlichen Vorgaben seien konsequent auf den selbständig niedergelassenen Arzt zugeschnitten.

Um dazu beizutragen, Auseinandersetzungen zwischen Ärzten und arbeitgebenden Praxen und MVZ zu vermeiden, stellt der BMVZ Informationen zu Kosten, Erstattung und weiteren Aspekten bereit.

Praxisinhaber und MVZ-Leiter sollten angesichts der knappen verbleibenden Zeit bereits jetzt über eine Strategie nachdenken, wie sie in ihrer Einrichtungsstruktur mit den aufgeworfenen Fragen umgehen, so betont der Verband. © aha/aerzteblatt.de

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