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Politik

Cyberattacke auf Internetseite des Robert-Koch-Ins­tituts

Mittwoch, 28. Oktober 2020

/picture alliance, Zoonar, dani3315

Berlin – Cyberkriminelle haben am vergangenen Donnerstag die Internetseite des Ro­bert-Koch-Instituts (RKI) zeitweise lahmgelegt. Der Angriff sei morgens zwischen 8 und 10 Uhr erfolgt, sagte ein Sprecher des Informationstechnikzentrums Bund (ITZBund) heute.

Er bestätigte damit einen entsprechenden Bericht des Spiegel. Es habe sich um einem sogenannten DDOS-Angriff (Distributed Denial of Service) gehandelt. Die Berliner Polizei wurde nach der Cyberattacke nicht eingeschaltet. Das Institut habe keine Strafanzeige erstattet, sagte eine Sprecherin der Polizei heute.

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Bei DDoS-Attacken werden Server mit einer Flut sinnloser Anfragen in die Knie gezwun­gen. So können Angriffe im großen Stil ausgeführt werden. Wer hinter der Attacke steckt, sei bisher nicht bekannt und werde noch untersucht, heißt es vom ITZBund. Der staatli­che IT-Dienstleister betreibt die Webseite des RKI.

Das RKI ist die deutsche Bundesoberbehörde für Infektionskrankheiten und steht seit Mo­naten im Kontext der Coronapandemie im Blickpunkt der Öffentlichkeit. Das Dashboard, in dem aktuelle Zahlen zum Pandemiegeschehen gesammelt und angezeigt werden, war von dem Angriff nicht betroffen, da es auf einer anderen Webseite gehostet wird. Auch Funktionen der Corona-Warn-App waren durch den Angriff nicht betroffen. Die Angreifer seien auch nicht in das Netz des RKI eingedrungen, hieß es.

Um eine Webseite mit einer DDoS-Attacke zu stören, sind kaum technische Kenntnisse notwendig. Cyberkriminelle bieten diese Angriffe inzwischen als Service zum Mieten ein. Sie stützen sich dabei auch auf Bot-Netze, die von ihnen kontrolliert werden. Bot-Netze bestehen aus Rechnern, die mit Trojanern oder anderer Schadsoftware gekapert wurden.

Den ahnungslosen Besitzer dieser Rechner ist in der Regel nicht klar, dass ihre Computer für solche Angriffe missbraucht werden. Inzwischen bestehen Bot-Netze nicht nur aus herkömmlichen Personal Computern, sondern auch aus vernetzten Gegenständen im „Internet der Dinge“. © dpa/aerzteblatt.de

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