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Was die Digitalisierung für die Wissenschaft bedeutet

Mittwoch, 28. Oktober 2020

/pixtumz88, stockadobecom

Bonn – Entscheidende wissenschaftliche Erfolge beruhen darauf, dass die notwendige digitale Expertise vorhanden ist und mit dem disziplinspezifischen Fachwissen kombi­niert wird. Das betont die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) in einem Impulspa­pier zum digitalen Wandel in den Wissenschaften.

„Das Besondere der derzeitigen Entwicklung ist, dass dies in sehr ähnlicher Weise und gleichzeitig in nahezu allen Fächern zu beobachten ist“, teilte die Förderorganisation mit. Wichtigstes Beispiel sei die große Bedeutung selbstlernender Algorithmen für die ver­schiedensten Forschungsgebiete.

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„So eröffnen sich beispielsweise der medizinischen Forschung durch die enorme Zunah­me digital erfasster Patientendaten sowie durch die Weiterentwicklung von Bildgebungs­verfahren und den Einsatz selbstlernender Algorithmen ganz neue Forschungsansätze“, heißt es in dem Papier.

Auf Anregung ihres Senats hat sich die DFG nach eigenen Angaben in den vergangenen drei Jahren unter Beteiligung zahlreicher Wissenschaftler sowie einer Expertenkommis­si­on intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt. Die Ergebnisse sind im vorliegenden Im­pulspapier zusammengefasst.

„Die Erkenntnisse und Empfehlungen werden in die Entwicklung neuer Förderangebote ebenso einfließen wie bei der Gestaltung der besten Rahmenbedingungen für die For­schung durch die DFG“, sagte die DFG-Präsidentin Katja Becker.

Die Auswirkungen des digitalen Wandels sind laut dem Papier sehr weitreichend. Sie betreffen auch ethische Belange, das Verhältnis der Fächer zueinander sowie die Aus- und Weiterbildung wissenschaftlichen Personals. Das Impulspapier macht zum Beispiel deutlich, dass Daten und Software in der Forschung als zusammengehörig verstanden werden müssen.

Denn einerseits müssen die Daten für wissenschaftliche Zwecke qualitätsgesichert sein, andererseits können die umfangreichen Datenbestände häufig nur noch mit Software ausgewertet werden – diese Auswertung muss aber aus wissenschaftlicher Perspektive nachvollziehbar bleiben. Deshalb will die DFG künftig die Qualitätssicherung digitaler Methoden und die Förderung digitaler Expertise noch stärker in den Blick nehmen. © hil/aerzteblatt.de

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