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Welche Schutzmaßnahmen Betriebe gegen Corona ergreifen

Donnerstag, 29. Oktober 2020

/picture alliance, BELGA, Thierry Roge

Dortmund – Mit dem gestrigen Bund-Länder-Beschluss für strengere Coronamaßnahmen werden die Betriebe ausdrücklich in die Pflicht genommen, ihre Mitarbeiter vor Infektio­nen mit SARS-CoV-2 zu schützen. Sie sollen Schutzkonzepte umsetzen. Viele Betriebe ha­ben sich aber bereits der Herausforderung gestellt, zeigte eine aktuelle Analyse.

Durchschnittlich haben die Unternehmen in Deutschland acht etablierte Sicherheitsmaß­nahmen umgesetzt, wie aus einer Befragung von mehr als 1.500 deutschen Betrieben vom August 2020 hervorgeht. Durchgeführt haben die Untersuchung das Institut für Ar­beits­markt- und Berufsforschung (IAB) und die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Ar­beits­medizin (BAuA).

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Mit 88 Prozent stehen laut der Untersuchung Maßnahmen, um die Handhygiene zu ver­bessern, an erster Stelle. 83 Prozent der befragten Betriebe trafen Maßnahmen, um den Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten. Rund jeder dritte Betrieb baute Schutz­schei­ben ein, um Bereiche zu trennen.

Jeder fünfte überprüfte seine Klima- und Lüftungsanlagen, wobei diese Frage für 60 Pro­zent der Betriebe nicht relevant war. Organisatorische Maßnahmen, um Kontakte der Be­schäftigten untereinander zu verringern, trafen die Betriebe seltener, da hier die jeweili­gen Tätigkeiten einen großen Einfluss haben. So hat etwa jeder dritte Betrieb seine Ar­beits- und Pausenzeiten angepasst.

Ein Viertel der befragten Betriebe gab zudem an, in Folge der Coronakrise Regelungen zur Telearbeit oder zum Homeoffice eingeführt oder erweitert zu haben. Zudem haben 58 Prozent der Betriebe die Reinigungsintervalle für gemeinsam genutzte Räume und Arbeitsmittel verkürzt.

Hohe Umsetzungswerte zeigen sich auch bei Maßnahmen, die auf allgemeine Verhaltens­regeln abzielen, wie die Nies- und Hustenetikette oder das Fernbleiben vom Arbeitsplatz bei erkältungsähnlichen Symptomen.

Mehr als 80 Prozent der befragten Betriebe geben an, entsprechende Verhaltensregeln eingeführt und die Beschäftigten darüber informiert zu haben. Darüber hinaus haben 29 Prozent der Betriebe Maßnahmen für besonders schutzbedürftige Beschäftigte ergriffen und 22 Prozent Maßnahmen, die eine individuelle Belastung berücksichtigen, etwa durch erhöhte Arbeitsintensität.

Ein Blick auf die Wirtschaftszweige zeige, dass Unternehmen bei der Auswahl ihrer Maß­nahmen differenziert und tätigkeitsbezogen vorgingen, hieß es aus dem IAB und dem BAuA.

„Es ist beeindruckend, was die Betriebe derzeit für den Arbeits- und Infektionsschutz leisten. Angesichts der aktuellen Situation kommt es darauf an, die Maßnahmen konsequent weiterzuführen und immer wieder sachgerecht anzupassen“, kommentierte Isabel Rothe, Präsidentin der BAuA, die Befragungsergebnisse. © hil/aerzteblatt.de

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