NewsVermischtesFresenius schlägt sich gut in Coronakrise
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

Fresenius schlägt sich gut in Coronakrise

Donnerstag, 29. Oktober 2020

/dpa

Bad Homburg – Der Krankenhaus- und Medizinkonzern Fresenius hat die Folgen der Co­ronapandemie im dritten Quartal gut verkraftet. Zwischen Juni und September erzielte Fresenius 8,9 Milliarden Euro Umsatz, ein Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, wie der Dax-Konzern heute mitteilte.

Bereinigt um Währungseffekte wuchs der Erlös um fünf Pro­zent. Der bereinigte Konzern­ge­winn lag mit 427 Millionen Euro zwar um vier Prozent unter dem Vorjahr, Analysten hatten jedoch einen stärkeren Rückgang befürchtet.

Anzeige

Fresenius-Chef Stephan Sturm geht davon aus, dass die Coronakrise auch das Schluss­qua­r­tal belasten dürfte, bestätigte aber die Jahresziele. „Wir sind gut auf die Herausfor­derungen vorbereitet, vor die uns die Pandemie auch in den nächsten Monaten stellen wird“, sagte er.

Im dritten Quartal profitierte Fresenius davon, dass in den 86 deutschen Krankenhäusern der Tochter Helios Operationen nachgeholt wurden, die in der Pandemie zugunsten von Coronapatienten verschoben worden waren. Auch in den Kliniken in Spanien gab es wie­der mehr Eingriffe, sodass der Umsatz von Helios um acht Prozent stieg.

Bei der Flüssigmedizintochter Kabi, die etwa Infusionen, Narkosemittel und klinische Er­nährung anbietet, erholten sich die Geschäfte in Europa und China, während sie in den USA schwächelten.

Die Coronakrise hatte Fresenius im Sommer gerade im Klinikgeschäft getroffen. So hatte der Konzern die Zahl der Intensivbetten aufgestockt und Operationen verschoben. Da die Pandemie aber hierzulande glimpflich verlief, standen viele Intensivbetten leer.

Gelder des Bundes konnten fehlende Einnahmen aus aufgeschobenen Operationen nur mildern. Weil weniger operiert wurde, kamen auch weniger Arzneien und Narkosemittel von Fresenius zum Einsatz. Daher musste Konzernchef Sturm die Geschäftsziele im Sommer kürzen.

Derweil hat sich Fresenius auf mehr Coronapatienten vorbereitet. Die deutschen Kliniken haben 1.300 Intensivbetten in Betrieb und können kurzfristig weitere 1.000 bereitstellen, wie der Konzern jüngst betonte. Das seien 700 mehr als im Frühjahr. Stand Ende Oktober waren ein Drittel der Intensivbetten frei. Ein generelles Aufschieben nicht zwingend nötiger Operationen will Fresenius vermeiden.

Bei der Dialysetochter Fresenius Medical Care (FMC) bremste der schwache Dollar das Geschäft, dennoch konnte der Konzern bei nahezu stabilen Umsätzen von 4,4 Milliarden Euro das Ergebnis stark steigern. Der Betriebsgewinn stieg um sechs Prozent auf 632 Millionen Euro. FMC ist stark in den USA aktiv, Umsätze in Dollar verloren bei der Um­rechnung in den starken Euro an Wert.

„Die weltweite COVID-19-Pandemie hat uns im dritten Quartal vor manche Herausforde­rung gestellt; und sie wird uns auch in den kommenden Monaten einiges abverlangen“, sagte FMC-Chef Rice Powell. © dpa/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

27. Oktober 2020
Bad Homburg – Deutschlands größter privater Krankenhausbetreiber Fresenius rüstet die Kliniken für mehr Patienten mit COVID-19. Man habe bei der Tochter Fresenius Helios in Deutschland rund 1.300
Fresenius rüstet Kliniken gegen Pandemie auf
13. Oktober 2020
Bad Homburg – Der frühere Vorstandschef der DZ Bank, Wolfgang Kirsch, soll künftig den Aufsichtsrat von Fresenius leiten. Der 65-Jährige werde sich auf der Haupt­ver­samm­lung im Mai 2021 zur Wahl in das
Fresenius: Kirsch soll Aufsichtsrat leiten, Konzernchef Sturm bleibt
30. Juli 2020
Bad Homburg – Fresenius muss wegen der Coronakrise seine Ziele für das laufende Jahr korrigieren. Im zweiten Quartal schlugen sich die Folgen der Pandemie voll im Geschäft des Gesundheitskonzerns
Coronakrise trifft Fresenius
8. Juli 2020
Bad Homburg – Der Medizinkonzern Fresenius und seine ebenfalls im Dax notierte Tochter Fresenius Medical Care holen ihre Haupt­ver­samm­lungen Ende August im Internet nach. Das teilten die beiden
Fresenius: Online-Haupt­ver­samm­lungen Ende August
22. Mai 2020
Bad Homburg – Hacker haben bei Fresenius Medical Care, einem Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für Menschen mit Nierenerkrankungen, Patientendaten gestohlen und illegal veröffentlicht. Das
Patientendaten von Fresenius in Serbien gehackt
6. Mai 2020
Bad Homburg – Der Gesundheitskonzern Fresenius ist trotz der Coronakrise mit Zuwächsen bei Umsatz und Gewinn ins Jahr gestartet. Dabei half dem Dax-Unternehmen eine starke Nachfrage nach
Fresenius trotzt Coronakrise
1. April 2020
Bad Homburg – Im Kampf gegen die Corona-Pandemie arbeitet Fresenius Medical Care (FMC) jetzt mit anderen Dialyse-Anbietern in den USA zusammen. Wesentliches Ziel sei es, Nierenkranke, die sich
LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER