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Politik

Bayern zahlt künftig für Kinderwunsch­behandlungen mit

Donnerstag, 29. Oktober 2020

/MidoSemsem, stock.adobe.com

München – Paaren mit unerfülltem Kinderwunsch greift der Freistaat Bayern künftig finanziell unter die Arme. Gemeinsam mit dem Bund werde die Staatsregierung ab dem 1. November Kinderwunschbehandlungen teils mit mehreren Tausend Euro unterstützen, wie Bayerns Familienministerin Carolina Trautner (CSU) heute mitteilte.

„Jedes Kind ist etwas Großartiges und ein Gewinn für unsere Gesellschaft“, sagte sie. Ein unerfüllter Kinderwunsch könne für viele Paare eine starke Belastung sein.

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Bei der ersten bis vierten Behandlung der In-Vitro-Fertilisation (IVF) sowie der Intrazyto­plasmatischen Spermieninjektion (ICSI) werden demnach künftig verheiratete und nicht verheiratete Paare mit gemeinsamem Hauptwohnsitz in Bayern gefördert.

Die IVF soll bei den ersten drei Behand­lungen mit je bis zu 800 Euro, bei der vierten Be­handlung mit bis zu 1.600 Euro bezu­schusst werden. Für die ICSI, bei der das Spermium direkt in die Eizelle eingespritzt wird, gebe es dreimal bis zu 900 Euro und bei der vierten Behandlung bis zu 1.800 Euro.

Die Kinderwunschbehandlung könne in Bayern oder einem angrenzenden Bundesland durchgeführt werden, der Zuschuss werde je zur Hälfte vom Bund und vom Freistaat über­nommen. Förderanträge können Paare ab nächster Woche über das „Zentrum Bayern Familie und Soziales“ stellen.

Bayern ist das zehnte Bundesland, in dem es Förderungen für Kinderwunschbehandlun­gen gibt. Das Familienministerium schätzt, dass fast jedes zehnte Paar in Deutschland zwischen 25 und 59 Jahren ungewollt kinderlos ist. © dpa/aerzteblatt.de

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FreddyMueller
am Dienstag, 3. November 2020, 11:31

Gute Nachrichten

Das sind doch neben Corona endlich mal gute Nachrichten. Freut mich zu hören! Bin auf die Akzeptanz bzw. Annahme der Förderung gespannt
LNS

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