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Politik

Kontaktbeschrän­kungen für Privaträume in Bayern

Donnerstag, 29. Oktober 2020

/EmDali, stock.adobe.com

München – Im Kampf gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 werden in Bayern ab dem 2. No­­vember noch strengere Kontaktbeschränkungen gelten als gestern von Bund und Län­dern vereinbart. Das hat das Landeskabinett in Bayern beschlossen.

Demnach gelten die Kontaktbeschränkungen ausdrücklich auch in Privaträumen. Zudem werden bis Ende November Veranstaltungen aller Art untersagt und nicht nur solche, die der Unterhaltung dienen. Ausnahmen gelten nur für Gottesdienste und Demonstrationen.

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In Bayern gilt somit grundsätzlich verbindlich, dass sich – egal wo – nur noch die Ange­hörigen des eigenen und eines weiteren Hausstandes treffen dürfen, und zwar mit ins­gesamt maximal zehn Personen. Der Bund-Länder-Beschluss hatte dies nur für den „Auf­enthalt in der Öffentlichkeit“ explizit geregelt.

„Darüber hinausgehende Gruppen feiernder Menschen auf öffentlichen Plätzen, in Woh­nungen sowie privaten Einrichtungen sind angesichts der ernsten Lage in unserem Land inakzeptabel“, hieß es in dem Papier weiter. Die Regelung in Bayern ist also nochmals strenger.

Zudem werden in Bayern auch „ernstere“ Veranstaltungen wie Vereinsversammlungen un­tersagt. Bund und Länder hatten sich lediglich auf ein Verbot von Unterhaltungsveran­stal­tungen verständigt. Auch hier fährt der Freistaat eine härtere Linie. Ansonsten setzt Bayern den Bund-Länder-Beschluss für einen einmonatigen begrenzten Lockdown eins zu eins um.

Wegen der stark steigenden Infektionszahlen erwägt Bayern zudem wieder die Ausrufung des Katastrophenfalls. In den nächsten Tagen könne dies notwendig werden, um auf die „dramatische Entwicklung“ besser reagieren zu können, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nach der Kabinettssitzung.

In Bayern habe sich binnen neun Tagen die Belegung der Intensivbetten verdoppelt, in einigen Regionen drohten in den kommenden Tagen bereits Kapazitätsengpässe. Durch die Ausrufung des Katastrophenfalls könne das Land die Verteilung der Intensivpatienten besser koordinieren.

Im Freistaat seien heute vom Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) 3.057 neue Coronainfektionen gemeldet worden, berichtete Söder. „Das ist eine neue Rekordzahl.“ © dpa/aerzteblatt.de

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am Sonntag, 1. November 2020, 11:49

Intensivbetten Bayern

In Bayern hat sich binnen 9 Tagen die Zahl der Intensivbettenbelegung verdoppelt? Wie kommt denn diese Zahl zustande? Aktuell gibt es nach Intensivbettenregister www.intensivbettenregister.de in Bayern noch 28,4 % freie Betten. Es mag natürlich sein, dass einzelne Stationen bereits ausgeschöpft sind.

Aber es sind im Schnitt damit 71,6 % der Betten belegt. Das ist nicht ungewöhnlich.

Ungewöhnlich wäre es aber gewesen, wenn vor 9 Tagen die Zahl nur hälftig gewesen wäre, also 35,8 %.

Die Zahl der mit dem PCR-Test ermittelten Intensivfälle wird für Bayern zudem im Schnitt mit 5,8 % angegeben.

Warum bei der Datenlage hier der Katastrophenfall ausgesprochen erwogen wird, erschliesst sich mir nicht.
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