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Politik

Deutlicher Anstieg der Muttermilchbanken

Freitag, 30. Oktober 2020

/asawinklabma, stockadobecom

Berlin – Die Zahl der Muttermilchbanken ist in Deutschland in den vergangenen Jahren deutlich angewachsen. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfra­ge der FDP-Frak­tion im Bundestag hervor.

Demnach sind seit dem Jahr 2015 14 Muttermilchbanken neu entstanden. Zu­letzt wurden in diesem Jahr zwei neu eröffnet – in Essen und Winnenden. Derzeit existieren damit in Deutschland 31 offizi­elle Frauenmilchbanken.

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Die Zahl der Frühgeburten bewegt sich währenddessen seit 2015 auf einem ähnlichen Niveau. So sind in Deutschland zwischen 2015 und 2019 jährlich im Schnitt rund 65.000 Frühgeborene (Geburt vor der 37. abgeschlossenen Schwangerschaftswochen) zur Welt gekommen. Die Anzahl war mit 63.928 Fällen 2015 am niedrigs­ten, im Folgejahr mit 66.851 Fällen am höchsten.

Die FDP-Abgeordnete Katrin Helling-Plahr, eine der Initiatoren der Anfrage, bewertete den Anstieg der Muttermilchbanken positiv. Es sei erfreulich, dass vermehrt an Klini­ken angegliederte Frauen­milchbanken entstünden, sagte sie.

Frauenmilchspenden komme eine elementare Funk­tion in der früh- und krankgeborenen Versorgung zu. „Jeder Mutter, die eigene Milch spen­det, gebührt größte Anerkennung“, sagte Helling-Plahr.

Die Finanzierung der an eine Klinik angeschlossenen Frauenmilchbanken erfolgt nach Informationen der Bundesregierung dual. Das bedeutet, dass die Betriebskos­ten im Rah­men des Diagnosis-Related-Groups-Entgeltsystems insbesondere von gesetzlicher und privater Krankenversicherung finanziert werden und die Investitionen in der Zuständig­keit der Länder liegen.

Mutt­er­milchbanken verarbeiten und verwalten die Spenderinnen­milch unter ähnlich strengen Hygienevorschriften wir Blutdatenbanken. Durch dieses Vorgehen soll beispiels­weise die Übertragung von Infektionskrankheiten auf das Empfängerkind minimiert wer­den. Zudem wird die Spenderinnenmilch üblicherweise vor der Weitergabe pasteurisiert, um dadurch potentiell schädliche Viren oder Bakterien abzutöten. © hil/sb/may/aerzteblatt.de

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