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Biontech: Bald erste Ergebnisse zur Wirksamkeit von Impfstoffkandidat

Freitag, 30. Oktober 2020

/picture alliance, Flashpic, Jens Krick

Mainz – Das Pharmaunternehmen Biontech rechnet nach eigenen Angaben mit ersten aussagekräftigen Ergebnissen bei den laufenden Wirksamkeitstests seines Impfstoffkan­didaten gegen SARS-CoV-2 in den nächsten Tagen.

„Es wird nicht mehr lange dauern, bis wir den ersten sogenannten Readout haben, wo wir sehen, ob der Impfstoff in der Lage ist zu schützen“, sagte Biontech-Chef Ugur Sahin in einem Interview der Zeitungen der VRM.

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„Bis Mitte November werden wir nicht nur Aktivitäts-, sondern auch Verträglichkeitsdaten haben“, sagte er in dem heute geführten Gespräch. Sollten diese Daten positiv ausfallen, würden die Unterlagen bis Mitte November bei der US-Zulassungsbehörde FDA einge­reicht.

Zudem stehe Biontech bereits mit der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) in einem sogenannten rollierenden Verfahren. „Das bedeutet, wir reichen, immer wenn wir neue Daten haben, bei der Behörde die Daten ein, so dass sie in Echtzeit überprüft werden können.“

Diese Behörden könnten dann basierend auf diesen Ergebnissen über eine Notfallzulass­ung entscheiden. „Wenn die Genehmigung stattfindet, ist die nächste Frage: Können wir prinzipiell Impfstoff liefern?“, erläuterte Sahin die weiteren Schritte.

„Wir haben schon angefangen, Impfstoff zu produzieren. Der lagert bei uns, ist in den Qualitätskontrollen und noch nicht freigegeben.“ Diese Freigabe würde nur dann erfol­gen, wenn eine Genehmigung vorliege. „Diese Schritte können prinzipiell noch dieses Jahr erfolgen.“

Zur möglichen Wirksamkeitsdauer eines Impfschutzes sagte Sahin, der mögliche Impf­stoff ahme die natürliche Infektion nach. „Wir gehen davon aus, dass eine Immunität be­stehen wird, die aus meiner Sicht mindestens ein Jahr anhalten wird. Dann wäre eine jährliche Nachimmunisierung erforderlich. Ich gehe davon aus, dass wir wahrscheinlich sogar länger warten können.“ © dpa/aerzteblatt.de

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Avatar #789658
2haeschen
am Montag, 2. November 2020, 16:20

Danke Andre,

Schade nur, dass wohl kein Experte die Frage beantworten kann / will.
Avatar #745246
Andre B.
am Montag, 2. November 2020, 02:00

Was "Die Lepoldina" und Biontech gemeinsam haben

Der Impfstoffhersteller Biontech wird von einem wissenschaftlichen Beirat unter der Leitung der Leopoldina-Mitglieder Rolf Zinkernagel und Hans Hengartner unterstützt.

Präsident der Leopoldina war bis März Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Jörg Hacker. Er war oder ist Mitglied im Stiftungsrat der Carl Friedrich von Siemens Stiftung, Jurymitglied Sanofi - Institut Pasteur Awards, sowie im Stiftungsrat der Arthur-Burckhardt-Stiftung für Wissenschaftsförderung und im Kuratorium des Fonds der Chemischen Industrie (FCI). Er ist neben Christian Drosten und einem Vertreter der Bill & Melinda Gates Foundation auch eines von 10 Mitgliedern des "Internationalen Beratergremium zu globaler Gesundheit" der Bundesregierung.

Zur Zeit der "Schweinegrippe" war Hacker RKI-Präsident und wurde damals in einem Artikel "Zweite Welle hat begonnen – Tote erwartet" so zitiert:

»Hacker hält die Diskussion um die Schweinegrippe nicht für Panikmache. "Man muss die Todesfälle sehen", betonte er. Die enge Verbindung zwischen Pharmaindustrie und Impfkommission sieht er nicht als kritikwürdig an. "Impfstoffe müssen produziert werden", sagte er. Ohne eine "Interaktion" mit Wissenschaftlern, die das Virus bewerten, sei das nicht möglich. "Die Verbindungen zu Unternehmen werden transparent gemacht", betonte der RKI-Präsident. Beim Anschein von Befangenheit würden Mitglieder der Kommission bei Besprechungen den Raum verlassen.

Hier offenbaren sich in meinen Augen wirklich sehr interessante Verflechtungen.
Avatar #789658
2haeschen
am Samstag, 31. Oktober 2020, 15:04

Verträglichkeitsdaten ...

Wie genau werden die Verträglichkeitsdaten erhoben? Werden die "Befindlichkeiten" der, oft jungen und gesunden, Probanden erfragt?
LNS

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