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Corona: Curevac zufrieden mit ersten Tests des Impfstoffkandidaten

Montag, 2. November 2020

/picture alliance, Flashpic, Jens Krick

Tübingen – Nach mehrmonatigen Tests bescheinigt das Biopharmaunternehmen Curevac seinem Impfstoffkandidaten eine gute Verträglichkeit. Die Daten der Phase eins seien sehr ermutigend, sagte Vorstandsvorsitzender Franz-Werner Haas heute in Tübingen. Sie stellten einen entscheidenden Meilenstein im COVID-19-Impfstoffprogramm dar und unterstützten die Weiterentwicklung des Impfstoffkandidaten.

In der ersten klinischen Studie wurde der Impfstoffkandidat CVnCoV mit Dosisstärken zwi­schen zwei und zwölf Mikrogramm mehr als 250 Probanden im Alter zwischen 18 Jah­ren und 60 Jahren verabreicht.

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Es seien keine schwerwiegenden Nebenwirkungen beobachtet worden, sagte der Direktor des Instituts für Tropenmedizin der Universität Tübingen und Leiter der klinischen Phase eins, Peter Kremsner. Bei zwölf Mikrogramm traten etwa Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schüttelfrost, Muskelschmer­zen und in geringerem Maße Fieber auf.

„Alle berichteten Ereignisse waren vorübergehend und klangen schnell ab, in der Regel innerhalb von 24 bis 48 Stunden“, erklärte Kremsner. Mittlerweile läuft bereits die zweite Studie zur Prüfung des Impfstoffkandidaten – in Peru und Panama mit 690 gesunden Teil­nehmern.

Dann beginnt die globale klinische Studie mit bis zu 30.000 Teilnehmern – noch in die­sem Jahr. Curevac plant, diese zulassungsrelevante Phase mit einer Dosis von zwölf Mi­kro­gramm noch vor Jahresende zu starten. Der Wirkmechanismus von CVnCoV imitiert laut Curevac die natürliche Immunantwort auf die Infektion, die bei genesenen COVID-19-Patienten beobachtet wird.

Curevac wurde im Jahr 2000 aus der Universität Tübingen heraus gegründet und beschäf­tigt 500 Mitarbeiter. Das Unternehmen hatte nach der Mainzer Firma Biontec als zweites deutsches Unternehmen die Genehmigung für eine klinische Studie bekommen.

Der Impfstoff basiert auf dem Botenmolekül mRNA und regt im Körper die Bildung eines Virus-Eiweißes an. Dies löst eine Immunreaktion aus, die den Menschen vor dem Virus schützen soll. Die Impfstoff-Studie war Mitte Juni angelaufen. © dpa/aerzteblatt.de

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