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Abrechnungsdaten messen Qualität der Schmerzbehandlung

Dienstag, 3. November 2020

/contrastwerkstatt, stock.adobe.com

Jena/Homburg – Schmerzmediziner der Universitätskliniken Jena und des Saarlandes wollen mit Hilfe von Abrechnungsdaten der Barmer die langfristigen Auswirkungen von Schmerzen und Schmerztherapieverfahren nach stationären Opera­tionen erfassen.

Der Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundes­aus­schuss (G-BA) fördert das Pro­jekt mit mehr als einer Million Euro für mehr als drei Jahre. Die Ärzte und Wissenschaftler legen bei dem Projekt namens „Lopster“ den Fokus auf die langwierigen Konsequenzen von Post-OP-Schmerzen und ihrer Behandlung.

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Für die mehr kurzfristigen Auswirkungen führen die Universitätskliniken in Jena und des Saarlandes bereits eigene Register namens „QUIPS“ und „net-ra“. An dem seit 20 Jahren bestehenden Schmerzregister QUIPS beteiligen sich inzwischen weit mehr als 200 Klini­ken, die ihre Daten regelmäßig untereinander vergleichen, um daraus zu lernen und die Behandlungsqualität zu verbessern.

„Wir können mit diesem Projekt inzwischen sehr gut die Qualität der Schmerzbehandlung kurz nach der Operation analysieren. Uns fehlen aber Langzeitdaten zu positiven oder auch negativen Folgen verschiedener Therapieverfahren“, erläutert der Schmerzmediziner Winfried Meißner vom Universitätsklinikum Jena.

Die Barmer wird daher in dem Projekt Langzeitdaten beisteuern. Die Wissenschaftler glei­chen die anonymisierten Datensätze der Patientenbefragungen im Jenaer QUIPS-Register beziehungsweise im net-ra Register aus Homburg/Saar mit Informationen der Kranken­kasse ab, die Krankheitstage, Medikamentenverordnungen oder Physiotherapie­behand­lungen bis sechs Monate nach der Operation umfassen.

Anhand dieser Langzeitdaten zu positiven oder auch negativen Folgen wollen sie den langfristigen Nutzen und die Risiken der verschiedenen Schmerztherapieverfahren bei Operationen bewerten.

„Wir wollen erfassen, wie häufig akute Komplikationen und langfristige Folgeerkran­kungen nach einer OP auftreten, und ob es einen Zusammenhang zwischen periopera­tiven Schmerzen sowie deren Behandlungen und solchen Komplikationen gibt“, erläutert der Projektleiter Daniel Schwarzkopf von der Klinik für Anästhesiologie und Intensiv­medizin des Universitätsklinikums Jena. © hil/aerzteblatt.de

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