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MFA-Tarifgespräche: Verständigung auf Leitschnur in Verhandlungen

Freitag, 6. November 2020

/picture alliance, Daniel Bockwoldt

Berlin – Die Tarifvertragsparteien der niedergelassenen Ärzte (AAA) und der Medizini­schen Fachangestellten (MFA, Verband medizinischer Fachberufe) haben sich in ihrer ersten Tarifrunde auf eine Leitschnur für die Verhandlungen verständigt.

Man sei sich einig, den Spagat zwischen der minimalen Steigerung der Vergütung für Vertrags­ärz­te und der Wertschätzung für MFA in den Arztpraxen bewältigen zu wollen, teilten beide Seiten in einer gemeinsamen Mitteilung mit. Die Gespräche hätten in einer konstruktiven Atmosphäre stattgefunden. Die Bun­des­ärzte­kammer (BÄK) betonte, es sei geplant, die Tarifverhand­lungen noch in diesem Jahr abzuschließen.

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Die Arbeitnehmervertreter fordern für die Tätigkeitsgruppe I in allen Be­rufsjahrgruppen eine Gehaltserhöhung von 150 Euro. Ziel sei es, die Entgeltdifferenz zu den Einstiegs­ge­hältern für MFA im öffentlichen Dienst zu reduzieren, sagte die Verhandlungsfüh­rerin auf Arbeitnehmerseite Hannelore König.

Der Verband wies darauf hin, dass seit 2012 jedes Jahr mehr als 2.000 in den Arztpraxen ausgebildete MFA in Krankenhäuser abgewanderten. Zwischen 2012 und 2018 habe sich die Zahl der im stationären Bereich arbeitenden MFA um 34 Prozent erhöht.

Ein Grund sei, dass diese im Krankenhaus als Berufsanfänger laut Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst rund 2.650 Euro brutto erhalten würden. Das Tarifgehalt für MFA in Arztpraxen in Tätigkeitsgruppe (TG) III liege in den ersten drei Berufsjahren bei 2.216 Euro brutto. Auf der Agenda der Verhandlungen steht für König daher auch ein Corona­sonderbonus.

Enttäuscht zeigten sich beide Seiten darüber, dass MFA in der derzeitigen Pandemie nicht genügend Anerkennung erhalten. Gerade angesichts der großen Herausforderungen bei der Bewältigung der Pandemie komme es auf jeden in der ambulanten Versorgung an. In den Arztpraxen in Deutschland würden sechs von sieben SARS-CoV-2-Infektionen diag­nos­tiziert, die Patienten überwacht und behandelt. © may/aerzteblatt.de

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