NewsVermischtesTransfer von Eizellenspenden im Vorkernstadium verboten
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

Transfer von Eizellenspenden im Vorkernstadium verboten

Mittwoch, 4. November 2020

/Dmytro Sukharevskyi, stock.adobe.com

München – Gespendete Eizellen dürfen im Vorkernstadium nicht an eine andere Frau über­tragen werden. Das hat das Bayerische Oberste Landes­gericht heute in einem Berufungspro­zess entschieden.

Angeklagt waren der Vorstand des Vereins „Netzwerk Embryonenspende“ und zwei Me­dizi­ner. Ihnen wurden Verstoß gegen das Embryonenschutzgesetz sowie missbräuchliche An­wendung von Fortpflanzungstechniken beziehungsweise Beihilfe dazu vorgeworfen.

Anzeige

In zwei früheren Prozessen waren die drei Angeklagten freigesprochen worden. Diese Ur­teile wurden nun teilweise aufgehoben. Das Bayerische Oberste Landesgericht war die letzte Instanz in der Sache.

Der Verein hatte ungewollt kinderlosen Paaren Eizellenspenden vermittelt – ohne dafür Geld zu nehmen, wie Vereinsgründer Hans-Peter Eiden betonte.

Dabei handelte es sich um Eizellen – sowohl im Vorkern- wie im Embryonenstadium – die anderen Frauen im Rahmen von Kinderwunschbehandlungen entnommen wurden und da­bei gewissermaßen übrig blieben.

In Deutschland ist nur die Spende unbefruchteter Eizellen laut Embryonenschutzgesetz explizit verboten. © dpa/aerzteblatt.de

Kommentare

Die Kommentarfunktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung.
LNS
LNS LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER