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Politik

Berliner Senatorin will planbare Eingriffe in Krankenhäusern verschieben

Donnerstag, 5. November 2020

/Herjua, stock.adobe.com

Berlin – Planbare Eingriffe an vielen Berliner Krankenhäusern sollen wegen der Corona­pandemie wie schon im Frühjahr verschoben werden. Ab Übermorgen müssten die Klini­ken 25 Prozent der Intensivbetten für COVID-19-Patienten freihalten, twitterte die Ge­sund­heitsverwaltung heute.

Das habe Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) im Abgeordnetenhaus angekündigt. „Ebenso werden planbare, nicht dringend notwendige Operationen verschoben.“ Laut dem Sprecher Kalaycis gilt die Regelung für 38 Notfallkrankenhäuser.

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Die Charité, die in Berlin vorrangig schwere COVID-19-Fälle versorgt, hatte bereits vor rund einem Monat mitgeteilt, planbare Eingriffe müssten verschoben werden. Das sei keine leichte Aufgabe und führe zu schwierigen ethischen Fragen, etwa im Um­gang mit Herz- und Tumorkranken.

In den vergangenen Tagen hat die Zahl der COVID-19-Fälle in intensivmedizinischer Be­handlung in Berlin deutlich auf rund 230 zugenommen. Beatmete Patienten bleiben meist mehrere Wochen auf Intensivstation.

Zugleich rief die Berliner Krankenhausgesellschaft (BKG) gemeinsam mit Gesundheits- und Pflegesenatorin Kalayci alle examinierten Pflegefachkräfte auf, sich an die Kranken­häuser zu wenden, um bei der Versorgung der wachsenden Anzahl an COVID-19-Patien­ten zu helfen.

In Anbetracht der stark steigenden Fallzahlen seien die Personalkapazitäten zu stärken so Kalayci. Der Berliner Senat stellt eine entsprechende Internetplattform bereit.

„In den kommenden Wochen müssen wir mit einem deutlichen Anstieg der Anzahl der Patienten in unseren Krankenhäusern und somit auch auf den Intensivstationen rechnen. Ein weiteres exponentielles Wachstum der Fallzahlen wird zwangsläufig zu personellen Engpässen in den Krankenhäusern führen“, so Brit Ismer, Vorstandsvorsitzende der BKG.

Es sei absehbar, dass insbesondere die Verfügbarkeit von Pflegepersonal in den nächsten Wochen das entscheidende Kriterium sein wird, um die Versorgung der erwarteten hohen Zahl an COVID-19 Erkrankten gut bewältigen zu können. © dpa/aha/aerzteblatt.de

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