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Marburger Bund ruft Arbeitgeber zu Tarifverhandlungen für den ÖGD auf

Samstag, 7. November 2020

/picture alliance, Marijan Murat

Berlin – Der Marburger Bund (MB) hat die Haltung der Vereinigung der kommunalen Arbeit­geberverbände (VKA) kritisiert, keinen Tarifvertrag für die Ärzte im Öffentlichen Gesund­heitsdienst (ÖGD) zu verhandeln. „Der ÖGD wird oft als dritte Säule der Versorgung bezeich­net, von der VKA wird er allerdings wie das fünfte Rad am Wagen behandelt“, sagte der 2. Vorsitzende des MB, Andreas Botzlar, heute auf der virtuellen Haupt­ver­samm­lung des Verbandes. „Ein Tarifvertrag für die Ärztinnen und Ärzte im ÖGD steht deshalb weiterhin aus – und das steht im krassen Widerspruch zu den Krokodilstränen, die von den Arbeitgebern angesichts der Situation des ÖGD in der Coronapandemie vergossen werden.“

„Es kann doch keiner ernsthaft glauben, dass junge Kolleginnen und Kollegen, denen überall die Türen offenstehen, sich für den Öffentlichen Gesundheitsdienst entscheiden – so interessant die Arbeit dort ist –, wenn die Gehaltsunterschiede zur Arbeit im Krankenhaus riesig sind“, sagte die 1. Vorsitzende des MB, Susanne Johna. „Dazu kommt, dass 70 Prozent der Amtsärzte in den nächsten zehn bis 15 Jahren das Rentenalter erreichen. Wir appellieren an die VKA, endlich ihre Blockadehaltung aufzugeben. Es liegt in ihrer Verantwortung, dass die Versorgung der Bevölkerung durch den ÖGD auch in Zukunft sichergestellt werden kann.“

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Die Leiterin des Gesundheitsamts in Gütersloh, Anne Bunte, berichtete über die Lage, in der sich die Gesundheitsämter derzeit befinden. „Wir verlieren Kollegen, weil sie es nicht mehr schaffen, sieben Tage die Woche durchzuarbeiten“, sagte sie.

„Ich erlebe, dass Kollegen aus Überlastung krank werden. Und auch ich bin am Ende meiner Kräfte. Dass die VKA die Amtsärzte jetzt als Verwaltungsangestellte bezeichnet und ihnen einen eigenständigen Tarifvertrag verweigert, ist ein Schlag ins Gesicht all der aktiven Kollegen des ÖGD.“ Die VKA müsse zwingend sofort in Tarifverhandlungen mit dem Marburger Bund eintreten, damit der ÖGD nicht ausblute. © fos/aerzteblatt.de

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