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Nervenzellen: Millionenförderung für hochauflösende Mikroskopie

Dienstag, 10. November 2020

/KaYann, stock.adobe.com

Würzburg – Der Europäische Forschungsrat ERC fördert ein Projekt zur superauflösenden Mikroskopie von Nervenzellen mit elf Millionen Euro. Ziel ist, die Interaktion von Protei­nen an den Synapsen der Nervenzellen besser zu verstehen.

„Selbst mit den besten hochauflösenden Mikroskopietechniken können wir die Proteine noch nicht einzeln mit einer räumlichen Auflösung von wenigen Nanometern sichtbar machen“, erläuterte Markus Sauer. Der Experte für superauflösende Mikroskopie forscht
und lehrt am Biozentrum der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU).

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Für die neurobiologische Forschung sei es aber besonders wichtig, zu verstehen, wo ge­nau sich Proteine in den Synapsen befinden und welche Wechselwirkungen sie mit ande­ren Molekülen eingehen.

Sauer arbeitet bei dem Projekt zusammen mit Silvio Rizzoli vom Institut für Neuro- und Sinnesphysiologie der Universitätsmedizin Göttingen sowie dem Physiker und Biotechno­logen Edward Boyden vom Massachusetts Institute of Technology (USA).

Um einzelne Synapsenproteine sichtbar machen zu können, wollen die Wissenschaftler die bisher leistungsfähigsten Mikroskopietechniken so verbessern, dass Bilder mit einer Auflösung von ein bis fünf Nanometer möglich werden.

Die Techniken sollen dabei so einfach bleiben, dass der Einsatz in jedem biomedizini­schen Labor möglich ist. Das Projekt „Ultraresolution“ hat eine Laufzeit von sechs Jahren. © hil/aerzteblatt.de

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