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Politik

Giffey will besseren Schutz vor häuslicher Gewalt

Dienstag, 10. November 2020

/picture alliance, Bernd von Jutrczenka

Berlin – Angesichts der Coronapandemie dringt Bun­des­fa­mi­lien­mi­nis­terin Franziska Giffey (SPD) auf einen besseren Schutz vor häuslicher Gewalt.

„Ein bundesgesetzlicher Rechtsanspruch auf Schutz und Beratung eignet sich am besten, damit jede gewalt­betroffene Person, insbesondere Frauen mit ihren Kindern, schnell und unbürokratisch Schutz vor Gewalt und Zugang zu Beratung erhält“, sagte sie den Zeitun­gen der Funke Mediengruppe heute.

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Dadurch könne bundesweit ein einheitlicher Rahmen für den Zugang zu Unterstützung für alle Betroffenen geschaffen werden. Damit dies gelinge, müsse die Finanzierung des Hilfesystems auf eine sichere Basis gestellt werden, so die Ministerin. Bund, Länder und Kommunen seien gemeinsam in der Verantwortung.

Die vergangenen Wochen und Monate hätten deutlich gemacht, „welch große Bedeutung der Zugang zum Frauenunterstützungssystem hat, um gewaltbetroffenen Frauen und de­ren Kindern auch in Krisenzeiten wie der Coronapandemie schnell, unbürokratisch und zuverlässig Schutz und Beratung zukommen zu lassen“, sagte Giffey.

Frauen, die zu Hause Gewalt erfahren, brauchten Rettungsanker wie das Hilfetelefon „Ge­walt gegen Frauen“ oder einen sicheren Zufluchtsort.

„Mir ist es deshalb sehr wichtig, dass die bestehenden Hilfsangebote auch unter den Bedingungen der COVID-19-Situation erhalten bleiben und verbessert werden“, sagte Giffey. Heute stellt sie zusammen mit dem Präsidenten des Bundeskriminalamts (BKA), Holger Münch, die neue Kriminalstatistik zur Partnerschaftsgewalt vor.

Wie die Zeitungen der Funke Mediengruppe unter Berufung auf die Statistik berichten, kamen im vergangenen Jahr 149 Menschen bei häuslicher Gewalt zu Tode, davon 117 Frauen und 32 Männer.

Insgesamt stieg die Zahl der Opfer häuslicher Gewalt 2019 weiter an. Sie lag bei 141.792, über 1.000 mehr als im Vorjahr. Damals waren es 140.755 gewesen. 2015 lag die Gesamtzahl noch bei 127.457. © kna/aerzteblatt.de

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