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Ausland

Inzwischen fast 41.000 Coronatote in Frankreich

Dienstag, 10. November 2020

/picture alliance, AP, Daniel Cole

Paris – In Frankreich sind fast 41.000 Menschen infolge der Coronapandemie gestorben. In den vergangenen 24 Stunden seien in Kliniken 551 Coronatote gezählt worden, teilte Gesundheitsdirektor Jérôme Salomon gestern Abend in Paris mit.

Damit sei die Zahl der Toten auf genau 40.987 gestiegen. „Die zweite Welle (der Epide­mie) breitet sich weiter aus“, bilanzierte er. Frankreich gehört zu den Ländern, die beson­ders von der Coronakrise betroffen sind.

Die Zahl der Infektionen stieg in dem Land mit rund 67 Millionen Einwohnern innerhalb eines Tages um mehr als 20.100. In Frankreich gelten für die Bürger Ausgangsbeschrän­kungen, um die Zahl der Neuinfektionen einzudämmen.

Salomon reagierte vor Journalisten zurückhaltend auf die Ankündigung des Mainzer Unternehmens Biontech und des Pharmakonzerns Pfizer, wonach eine entscheidende Etappe hin zu einem wirkungsvollen Coronaimpfstoff geschafft wurde. „Man muss bei der Interpretation der Daten äußerst vorsichtig sein“, sagte er auf eine entsprechende Frage. © dpa/aerzteblatt.de

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Andre B.
am Samstag, 14. November 2020, 07:08

Bettensterben in Frankreichs Kliniken trotz Corona

Obwohl bereits in den Vorjahren landesweit knapp 70’000 Betten aufgehoben wurden, werden Abbau- und Sparprogramme auch 2020 umgesetzt. Eine Recherche des französischen Internetmagazins Basta Mag zeigt, dass die französische Regierung auch in der Coronakrise Krankenhausbetten reduziert. Demnach sind in mindestens 13 Krankenhäusern in diesem Jahr Betten- und Personalkapazitäten gestrichen worden oder dies steht unmittelbar bevor.

Es betrifft auch Gebiete, die sehr hohe Covid-19-Fallzahlen aufweisen, wie zum Beispiel die Region Provence-Alpes-Côte d’Azur oder Paris.

In Marseille wurde der 2019 beschlossene Sparplan zur Schließung von 230 Betten nicht korrigiert. In Paris führt die Verlagerung mehrerer Krankenhausstandorte zu einer Verringerung der Kapazitäten um 200 Betten.

Im Universitätskrankenhaus von Nantes sind seit Beginn des Jahres etwa 100 Betten aufgehoben worden. Im Mai machten zudem elsässische Parlamentarier auf einen Plan ihrer regionalen Gesundheitsbehörde aufmerksam, 20 Intensivbetten vor allem in Straßburg zu schließen. Dies zu einem Zeitpunkt, als die Region "Grand Est" die höchste Anzahl Hospitalisierungen und schwere Covid-19-Fälle zu verzeichnen hatte.

Auf der Website von "Basta Mag" sind die Bettenschließungen Stadt für Stadt auf einer Karte einsehbar. >>> https://www.bastamag.net/carte-des-suppressions-de-lits-hopital-covid-reanimation-ARS-CHU

Besançon: - 28 Betten
Caen: - 200 Betten
Limoges: - 100 Betten
Longjumeau, Juvisy, Orsay: - 600 Betten
Marseille: - 230 Betten
Nancy: - 174 Betten
Nantes: - 100 Betten
Nice: - 200 Betten
Reims: - 184 Betten
Rouvray: - 80 Betten
Saint Ouen (Paris): - 200 Betten
Straßburg: - 20 Betten
Vinatier: - 75 Betten

Die Anzahl an verfügbaren Krankenhausbetten nimmt in Frankreich von Jahr zu Jahr kontinuierlich ab. Zwischen 2003 und 2017 sind die Bettenkapazitäten um mehr als 69’000 Plätze verringert worden, wie ein Bericht des französischen Gesundheitsministeriums zeigt. >>> https://drees.solidarites-sante.gouv.fr/etudes-et-statistiques/publications/panoramas-de-la-drees/article/les-etablissements-de-sante-edition-2019#Fiches-thematiques
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