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Ärzteschaft

Anstieg der Typ-2-Diabe­tes-Zahlen in Pandemie befürchtet

Dienstag, 10. November 2020

/tunedin, stock.adobe.com

Berlin – Bewegungsmangel und Übergewicht könnten in der Bevölkerung im Verlauf der Coronapandemie zunehmen – und damit auch das Risiko für einen Diabetes Typ 2. Das befürchtet der Verband DiabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe.

„25 Prozent der Deutschen haben bereits Adipositas, weitere 35 Prozent Übergewicht. Adipositas ist zudem die häufigste chronische Erkrankung im Kindes- und Jugendalter geworden“, sagte Jens Kröger, Vorstandsvorsitzender von DiabetesDE.

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Zudem hätten Menschen mit Diabetes Typ 1 oder 2 bei einer instabilen Stoffwechsellage und zusätz­lichen Begleiterkrankungen, wie Adipositas oder kardiovaskulären Erkrankun­gen ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf bei COVID-19, so der Diabetologe.

Laut Kröger ist es im Augenblick besonders wichtig, Betroffene intensiv und individuell zu betreuen. „Mittlerweile fallen wieder seit Wochen Bewegungsangebote in Vereinen oder anderen Sporteinrichtungen aus. Soziale Kontaktbeschränkungen lassen die Moti­vation zu mehr Bewegung und gesunder Ernährung sinken“, warnte er.

Laut diabetesDE kann eine kontinuierliche Glukosemessung (CGM), gegebenenfalls ver­bunden mit standardisierten Mahlzeitentests, den Betroffenen dabei helfen, ihre Stoffwe­chselsituation besser einzuschätzen.

„Das Durchführen standardisierter Mahlzeitentests mithilfe von kontinuierlich gemes­se­nen Glukosewerten ermöglicht es, postprandiale Glukoseverläufe von spezifischen Nah­rungsmitteln oder Mahlzeiten individuell zu bewerten“, so Kröger.

Für Betroffene mit Diabetes könne dann nach dieser Selbsterfahrung individuell die pas­sen­de Ernährung gewählt werden, die neben dem positiven Effekt auf den postprandialen Glukoseverlauf auch die Vorlieben der Menschen widerspiegelten.

Die CGM ermöglicht es den Patienten laut DiabetesDE, ein Verständnis für die Reaktionen des Körpers auf einzelne Nahrungsmittel oder Mahlzeiten aufzubauen und in das Ma­nage­ment der Ernährung oder der Therapie einfließen zu lassen.

Dies sei auch auf Bewegungskonzepte anwendbar. „Viele Patienten sind motivierter, wenn sie anhand der Daten sehen, wie ihr Glukosespiegel zum Beispiel bereits nach 30 Minu­ten Walken oder bei Alltagstätigkeiten sinken kann“, so Kröger. © hil/aerzteblatt.de

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