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Politik

Sachsen-Anhalt will 14 Coronaimpfzentren einrichten

Mittwoch, 11. November 2020

/Alexander Limbach, stock.adobe.com

Magdeburg – In Sachsen-Anhalt sollen 14 Zentren entstehen, wo gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 geimpft wird, sobald ein Präparat verfügbar ist.

Jeder Landkreis und jede kreisfreie Stadt werde eine derartige Anlaufstelle bekommen, kündigte Ge­sund­heits­mi­nis­terin Petra Grimm-Benne (SPD) gestern nach einer Sitzung des Kabinetts an. Zudem werde der Einsatz mobiler Teams geprüft, um jene Risikogruppen zu erreichen, die keine größeren Wege mehr zurücklegen könnten.

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Das Land stimmt sich laut Grimm-Benne derzeit mit der Kassenärztlichen Vereinigung (KV), den Krankenhäusern und Apothekern ab, um bis Ende Dezember alles Nötige vor­zu­bereiten und zu organisieren. Dann soll feststehen, wo genau die Testzentren entstehen.

Bund und Länder hatten in den vergangenen Tagen verabredet, bundesweit Corona­impf­zentren einzurichten. Voraussetzung ist, dass es erprobte und zugelassene Präparate gibt.

Vorgestern sorgte die Meldung des Mainzer Unternehmens Biontech für Hoffnung, das es gemeinsam mit dem US-Konzern Pfizer einen Impfstoff entwickelt haben will, der einen 90-prozentigen Schutz bietet. Allerdings ist das nur ein Zwischenergebnis, weitere Tests stehen aus.

Ob und wann eine Impfung gegen SARS-CoV-2 zur Verfügung steht, ist offen. „Januar wä­re klasse, aber das ist ein sehr hehres Ziel“, sagte Grimm-Benne. Es gebe derzeit 47 Kan­di­daten für einen Coronaimpfstoff. Als erstes sollen laut Empfehlungen von Experten Ärzte und Pfleger geimpft werden, die mit Patienten Kontakt haben.

Falls ein Präparat alle Tests besteht und zugelassen wird, will Sachsen-Anhalt vorbereitet sein. Die Impfdosen werden vom Bund beschafft, den Rest muss das Land organisieren.

Es seien bereits 1,3 Millionen Spritzen und 1,5 Millionen Kanülen beschafft worden, sagte Grimm-Benne. Zudem habe Sachsen-Anhalt dem Bund einen Standort gemeldet, an dem die Impfdosen gelagert werden sollen. Wo der sein wird, wollte sie aus Sicherheits­gründen nicht sagen. © dpa/aerzteblatt.de

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