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Ärzteschaft

Coronaleugner: Berliner Ärztekammer prüft 130 Fälle

Mittwoch, 11. November 2020

/Angelov, stock.adobe.com

Berlin – In Berlin sind seit März dieses Jahres Ärzte in 130 Fällen mit fragwürdigen oder falschen Be­haup­tungen zum Thema SARS-CoV-2 aufgefallen. Das teilte die Ärztekammer Ber­lin gestern dem rbb mit.

Ärztekammerpräsident Günther Jonitz stellte aber zugleich klar, dass es sich bei einer Fallzahl in dieser Größenordnung bei mehr als 34.000 in Berlin tätigen Ärzten um einen „verschwin­dend kleinen Teil“ handele.

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Jonitz bezeichnete die Entwicklung dennoch als „erschreckend wie furchtbar und be­schä­mend gleichermaßen“. Er bitte darum, dass jeder Fall an die Ärztekammer Berlin gemel­det werde.

So etwas wie Maskenverbote in Praxen seien „wissenschaftlich Blödsinn“ und zudem nicht erlaubt, sagte Jonitz: Ein Arzt gefährde damit die Gesundheit nicht nur seiner Patienten, sondern auch seine eigene.

Auch dürften Ärzte keine politischen Botschaften aufhängen. Die Arztpraxis sei kein Platz für politische Agitation, so Jonitz. „Meinungsfreiheit ist das eine, Lügen verbreiten das andere.“

Der Ärztkammer zufolge wurden bereits mehrere Fälle an die Staatsanwaltschaft weiter­geleitet. Ein Sprecher erklärte, es gehe dabei zum Beispiel um Mediziner, die ihre Patien­ten dazu aufforderten, im Wartezimmer keine Mund-Nasen-Bedeckung zu tra­gen.

Auch ein Verdacht auf systematische Gefälligkeitsatteste, die von der Pflicht zum Tragen einer solchen Maske entbänden, zähle dazu. © may/dpa/aerzteblatt.de

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