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Ärzteschaft

Vier von zehn Ärzten sind unzufrieden mit der Weiterbildung

Donnerstag, 12. November 2020

/Daniel Peter, Uniklinikum Würzburg

Berlin – Die ärztliche Weiterbildung steht in der Kritik. Das ergab eine Umfrage des Hart­mannbunds unter rund 800 Medizinern. Demnach sind etwa 40 Prozent der Befragten un­zufrieden mit ihrer Weiterbildung. Ursache Nummer 1: Die Vorgaben der Weiterbil­dungs­ordnungen werden nicht eingehalten.

Darüber hinaus gaben mehr als 30 Prozent der Ärzte an, dass das verpflichtende jährliche Weiterbildungsgespräch bei ihnen nicht stattfindet. Fast die Hälfte der Umfrageteilneh­mer (47 Prozent) berichtete, dass die vorgesehene Kompetenzvermittlung weitestgehend nicht funktioniert. Zudem bemängelten etwa 60 Prozent der Befragten, dass Rotations­plä­ne nicht umgesetzt werden.

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Laut Umfrage sind ambulant tätig Ärzte weitaus zufriedener mit ihrer Weiterbildung als die stationär angestellten Kollegen. Sie können nach eigener Einschätzung ihre Wei­terbildungsziele besser erreichen.

Auch zwischen den Fachrichtungen zeigte die Analyse gravierende Unterschiede: So ga­ben etwa 82 Prozent der Anästhesisten ihrer Weiterbildung gute Noten. Auch angehende Kinder- und Jugendmediziner und Allgemeinmediziner waren überdurchschnittlich zu­frieden. Die Innere Medizin schnitt hingegen vergleichsweise schlecht ab: 58 Prozent der Befragten waren unzufrieden.

Der Hartmannbund sieht sich vor diesem Hintergrund in seiner wiederholt formulierten Forderung nach einer qualitativ hochwertigen Weiterbildung bestätigt. Dass in der Wei­ter­bildungsordnung festgeschriebene Verpflichtungen, wie etwa Weiterbildungsgesprä­che oder Kompetenzvermittlung, auch tatsächlich umgesetzt würden, dürfe künftig keiner politischen Forderung mehr bedürfen, sondern müsse eine absolute Selbstverständ­lich­keit sein, hieß es dazu aus dem Verband. © hil/sb/aerzteblatt.de

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