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Gendiagnostik bei familiärem Brust- und Eierstockkrebs in Frankfurt

Montag, 16. November 2020

/picture alliance, Daniel Bockwoldt

Frankfurt – Versicherte verschiedener Betriebskrankenkassen (BKKen) mit einer familiä­ren Belastung für Brust- oder Eierstockkrebs können sich ab sofort am Zentrum für familiären Brust- und Eierstockkrebs (FBREK) des Universitätsklinikums Frankfurt untersuchen und beraten lassen.

Ziel der Kooperation zwischen dem Universitätsklinikum und der BKK Vertragsarbeits­gemeinschaft (BKK VAG) Hessen ist, das Erkrankungsrisiko möglichst früh zu erfassen.

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„Vor Ort im FBREK-Zentrum Frankfurt können unsere Versicherten ihr jeweiliges gene­tisches Risiko bestimmen lassen und sich bei ausgewiesenen Experten über individuelle Früh­erkennungs- beziehungsweise Nachsorgemaßnahmen informieren“, erläuterte Roland Rogge, Vorsitzender des Vertragsausschusses der BKK VAG Hessen.

In Deutschland erkranken jährlich circa 72.000 Frauen an Brustkrebs und circa 7.000 Frauen an Eierstockkrebs. Bestimmte Frauen mit sogenannten Hochrisikogenen haben ein deutlich höheres Erkrankungsrisiko als der Rest der weiblichen Bevölkerung. Das sind rund fünf Prozent der an Brust- und rund zehn Prozent der an Eierstockkrebs erkrankten Frauen.

„Bei Menschen, in deren Familien häufig oder in jungen Jahren Brust- und Eierstockkrebs auftritt, ist ein erblicher Hintergrund wahrscheinlicher. Wenn bestimmte familiäre Erkrankungskonstellationen erfüllt sind, sollten sie eine Beratung in Erwägung ziehen, auch wenn sie nicht erkrankt sind.

Dann kann untersucht werden, ob eine Genveränderung vorliegt, die das Krebsrisiko erhöht“, erläuterte Christine Solbach, Leiterin des FBREK-Zentrums am Universitäts­klinikum Frankfurt. Diagnostizierten die Ärzte in dem Zentrum ein erhöhtes Krebsrisiko, könnten Betroffene an einem engmaschigen Früherkennungsprogramm teilnehmen, so die Expertin. © hil/aerzteblatt.de

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