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Biontech-Chef erwartet Rückkehr zur Normalität Ende nächsten Jahres

Montag, 16. November 2020

Ugur Sahin, Vorstandsvorsitzender Biontech. /picture alliance, Andreas Arnold

London/Mainz – Der Vorstandschef und Mitbegründer des Mainzer Biotech-Unterneh­mens Biontech, Ugur Sahin, rechnet in der Coronakrise erst im Winter 2021 mit einer Rückkehr zum normalen Leben.

„Absolut essenziell“, um dieses Ziel zu erreichen, sei eine hohe Impfquote gegen das Coronavirus bis zum Herbst, sagte Sahin gestern in einem BBC-Interview. „Ich bin zuversichtlich, dass dies geschehen wird.“ Mit Blick auf die jetzige kalte Jahreszeit fügte er hinzu: „Dieser Winter wird hart.“

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Vorerst werde der Impfstoff noch keinen großen Einfluss auf die Infektionszahlen haben. Wenn alles weiterhin gut laufe, werde der Impfstoff ab „Ende dieses Jahres, Anfang nächsten Jahres“ ausgeliefert. Ein mittelfristiges Ziel sei, bis April mehr als 300 Millionen Dosen weltweit zur Verfügung zu stellen. Dies könnte einen ersten Effekt auf Infektions­zahlen haben.

Biontech aus Mainz und der US-Pharmakonzern Pfizer hatten am vergangenen Montag als erste westliche Hersteller vielversprechende Daten aus ihren klinischen Tests vorgelegt. Demnach bietet ihr Impfstoff einen mehr als 90-prozentigen Schutz vor COVID-19. Die Unternehmen wollen dem Vernehmen nach noch diesen Monat bei der US-Lebens- und Arzneimittelbehörde FDA eine Notfallzulassung für den Impfstoff bean­tragen.

Am Mittwoch hatte die EU-Kommission formal einen Rahmenvertrag mit den Firmen Biontech und Pfizer über bis zu 300 Millionen Impfdosen gebilligt. Auch mit den Impfstoffentwicklern Johnson&Johnson, AstraZeneca und Sanofi-GSK gibt es bereits ähnliche Verträge über zusammengenommen bis zu 800 Millionen Dosen.

Mit zwei weiteren Firmen sei man im Gespräch, sagte EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides. Eine Zulassung für einen Impfstoff gegen das Coronavirus hat bisher noch keiner der Hersteller. © dpa/aerzteblatt.de

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Avatar #745246
Andre B.
am Mittwoch, 18. November 2020, 20:15

@2haeschen - Stimmt ....

... das kann also eigentlich nur ein Erfolg werden, aber fraglich bleibt am Ende nur für wen jetzt genau.
Avatar #789658
2haeschen
am Mittwoch, 18. November 2020, 14:26

@Andre B.

Man ermittelt ja auch die Wirksamkeit unter Maskenpflicht, Abstands- und Hygieneregeln.

Avatar #745246
Andre B.
am Mittwoch, 18. November 2020, 13:32

"Dies könnte einen ersten Effekt auf Infektionszahlen haben"

"Vorerst werde der Impfstoff noch keinen großen Einfluss auf die Infektionszahlen haben. Wenn alles weiterhin gut laufe, werde der Impfstoff ab „Ende dieses Jahres, Anfang nächsten Jahres“ ausgeliefert. Ein mittelfristiges Ziel sei, bis April mehr als 300 Millionen Dosen weltweit zur Verfügung zu stellen. Dies könnte einen ersten Effekt auf Infektions­zahlen haben."

Und wie gedenkt man bitte eine Wirksamkeit überhaupt zu überprüfen, wenn saisonalbedingt im April die Infektionszahlen und Positivraten eh wieder zurückgehen werden? Man wird doch wohl nicht etwa die Effekte einer sich langsam, aber stetig entwickelnden Herdenimmunität für sich beanspruchen wollen?!
Avatar #760158
wilhem
am Montag, 16. November 2020, 21:15

Stimmt nicht

Es gerade Probandem mit Vorerkrankungen in die Studie miteinbezogen

Die Studie hatte einen hohen Anteil von älteren Personen sowie jüngeren Menschen, die wegen eines Diabetes, einer Adipositas oder Herzerkrankungen im Fall einer Infektion mit SARS-CoV-2 ein erhöhtes Risiko auf einen schweren Verlauf von COVID-19 haben.

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/118405/SARS-CoV-2-Impfstoff-von-Moderna-erreicht-Schutzwirkung-von-94-5

Avatar #549494
Keto-Doc
am Montag, 16. November 2020, 21:06

Es wird kein wirksamer Impfstoff gegen SARS-CoV-2 geben.

Aktuell werden weltweit 123 verschiedene Studien für die Impfstoffe gegen COVID-19 registriert.
Studien zur Bewertung der Wirksamkeit, Sicherheit und Immunogenität von den Impfstoffen haben voraussichtliches Abschußdatum erst Mitte des Jahres 2021 und einige enden erst Ende 2022.
Also brauchen wir uns jetzt damit nicht mehr beschäftigen. So schnell wird kein sicheres Impfstoff geben.
Wenn man die Studien analysiert - z.B. NCT04368728 (https://clinicaltrials.gov/ct2/show/NCT04368728) dann muss man staunen, dass die Impfstoffe nur an gesunden Menschen getestet werden und Menschen mit chronischen Erkrankungen wie Bluthochdruck, Asthma, Diabetes uvm. sowie Raucher aus den Studien ausgeschlossen wurden.
Das bedeutet, dass ausgerechnet für Risikopatienten, die zuerst geimpft werden sollen, diese mRNA-Impfstoffen nicht auf Wirksamkeit, Sicherheit und Immunogenität getestet werden.
So werden also die meisten Studien nur an selektierten Menschen getestet.
Das richtige Experiment mit dem Impfstoff wird also beginnen, wenn der Impfstoff auf den Markt voraussichtlich Ende 2022 kommen wird und chronisch kranke Menschen geimpft werden. So ein mRNA-Impfstoff gab es noch nie in der Geschichte der Menschheit und man wird Jahrzehte und nicht 12 Monate brauchen um die Wirkung und Nebenwirkungen zu prüfen.
Wer wird dann für die Nebenwirkungen und Schäden durch die Impfstoffe haften?
Die Coronaviren SARS-CoV-2 mutieren alle 2 Wochen und bis der Impfstoff da ist haben wir andere Viren.
Wir werden also mit den Viren immer leben müssen und sollen lieber versuchen unsere Abwehrkräfte zu stärken.
https://www.clinicaltrials.gov/ct2/results?cond=covid-19+vaccine&Search=anwenden&age_v=&gndr=&type=&rslt=
LNS

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