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Politik

Niedersachsen ruft Kliniken auf, planbare Operationen zu verschieben

Montag, 16. November 2020

/picture alliance, Robert Michael

Hannover – Bei anhaltend hohen Coronainfektionszahlen hat Niedersachsens Sozial­ministerin Carola Reimann (SPD) an die Krankenhäuser appelliert, planbare Operationen zu verschieben. Im Land wächst die Sorge, dass in absehbarer Zeit nicht mehr alle schwer­kranken Patienten auf Intensivstationen behandelt werden können.

Das berichtete die Hannoversche Allgemeine Zeitung heute. Demnach bereitet das Land eine Verordnung vor, die den Krankenhäusern vorschreibt, bestimmte Operationen zu verschieben – wie auch im März bei der ersten Coronawelle.

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„Die Lage in den Kliniken spitzt sich zu, aber sie ist noch weit entfernt von Dramatik – wenn wir es schaffen, das Wachstum der Pandemie weiter zu begrenzen“, sagte der Leiter des Krisenstabes des Landes, Staatssekretär Heiger Scholz, der Zeitung.

„Krebs wird natürlich weiter behandelt werden, auch Herzinfarkte oder Schlaganfälle. Es geht um Knie- oder Hüftoperationen, die man auch später durchführen könnte.“ Von den mehr als 2.400 Betten auf den Intensivstationen würden etwa 900 für den dringend notwendigen Betrieb gebraucht, sagte er.

Nur in wenigen Krankenhäusern seien derzeit alle Intensivbetten belegt, etwa in Delmen­horst, sagte Scholz. Reimann sagte, derzeit sehe es so aus, als stabilisierten sich die Infektionszahlen auf hohem Niveau.

„Wir wissen aus dem Frühjahr, dass es einige Wochen dauert, bis sich die Kontakt­beschrän­­­­kungen in sinkenden Infektionszahlen bemerkbar machen“, sagte sie.

Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund und die intensivmedizinischen Fachgesellschaften hatten zuvor kritisiert, dass Krankenhäuser sich aus Umsatzgründen nicht auf COVID-19-Patienten konzentrieren. Bisher ist dem Bericht zufolge aber nicht geklärt, wer für die finanziellen Ausfälle der Kliniken aufkommt.

Derzeit liefen Verhandlungen zwischen dem Bund und den Ländern über die Kostenüber­nahme. „Der Bund ist jetzt dringend gefordert, einen finanziellen Ausgleich zu schaffen, damit die Kliniken diesen Kraftakt stemmen können“, sagte Reimann. © dpa/aerzteblatt.de

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