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Krebsverbände warnen vor Einschränkungen bei der onkologischen Versorgung

Montag, 16. November 2020

/picture alliance, Uwe Anspach

Heidelberg/Bonn – Vor Einschränkungen bei der Diagnostik und Therapie von Krebs­krankheiten während der aktuellen Coronapandemie warnen das Deutsche Krebs­forschungs­zentrum (DKFZ), die Deutsche Krebshilfe und die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG).

Während der ersten Welle der COVID-19-Pandemie im Frühjahr war es in einigen Berei­chen der onkologischen Versorgung laut den Verbänden vorübergehend zu Einschrän­kungen gekommen: Therapien wurden verkürzt oder verschoben, Nachsorge und Früh­erkennung häufig ausgesetzt.

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„Aus Sorge vor einer Ansteckung entschieden sich auch die Patienten selbst vielfach gegen einen Arztbesuch und schoben damit teilweise wichtige Abklärungsunter­suchungen auf“, hieß es aus den drei Verbänden.

Versorgung von Krebspatienten: Corona-Effekt in der Onkologie

Während der ersten COVID-19-Pandemiewelle im Frühjahr 2020 kam es zu Einschränkungen in der onkologischen Versorgung. Inwiefern sich die in einer prospektiven Studie erfassten Effekte auf die Überlebensprognosen auswirken werden, wird sich erst in einigen Jahren erfassen lassen.

„Die erste Welle der Pandemie hatte das onkologische Versorgungssystem in Deutschland bereits deutlich beeinträchtigt. In Anbetracht der jetzt erheblich höheren Neuinfektionen machen wir uns umso mehr Sorgen, dass notwendige und übliche Versorgung nur erheb­lich eingeschränkt stattfinden wird und Krebspatienten vernachlässigt werden“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Krebshilfe, Gerd Nettekoven.

Thomas Seufferlein, Präsident der Deutschen Krebsgesellschaft, ermutigte Patienten, Untersuchungstermine zur Abklärung verdächtiger Symptome wahrzunehmen. Ein Aufschieben könne unter Umständen dazu führen, dass eine Krebserkrankung erst in einem späteren Stadium entdeckt werde und dann schlechter zu behandeln sei, warnte er.

„Ferner müssen wir bei der aktuellen Diskussion um eine gute Impfstrategie berück­sichtigen, dass Tumorpatienten, beispielsweise Patienten mit Lungenkrebs, ein hohes Risiko haben, bei einer COVID-19 Erkrankung zu versterben und daher besonders geschützt werden müssen“, betonte Seufferlein.

Die Verbände weisen darauf hin, dass der Krebsinformationsdienst des DKFZ und das „Infonetz Krebs“ der Deutschen Krebshilfe für Patienten als Ansprechpartner zur Verfü­gung stehen und zur Krebsdiagnostik und -Versorgung während der Pandemie beraten. © hil/aerzteblatt.de

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