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Politik

Elektronische Patientenakte soll neue Ära einleiten

Dienstag, 17. November 2020

/metamorworks, stock.adobe.com

Düsseldorf/Berlin – Der Start der elektronischen Patientenakte (ePA) zu Jahresbeginn 2021 wird eine „fundamentale neue Ära der Gesundheitsversorgung“ einleiten. Das hat der Geschäftsführer der Gematik, Markus Leyck Dieken, heute im Rahmen des digitalen Kongresses virtual.MEDICA betont.

Zum Start sei zwar kein „Big-Bang“-Effekt zu erwarten, man leite aber den ersten Schritt hinzu einer „Gesamtplattform“ ein, welche durch den stetigen Ausbau erhebliche Mehr­werte für Leistungserbringer und Patienten bringen werde, so Leyck Dieken.

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Die erste Jahreshälfte 2021 solle es zunächst vor allem ermöglichen, in einem struktu­rier­ten Feldtest Erfahrungen bezüglich der technischen Implementierung und der Anwen­dung im Alltag zu sammeln. Nach und nach folge dann die weitere „Durchdringung“.

Leyck Dieken wies darauf hin, dass seiner Einschätzung nach die ePA über den Nutzen in einer einzelnen Versorgungssituation hinaus weitere Dimensionen eröffne. So seien etwa Datenabgleiche mit Vorbefunden möglich. Zudem strebe man eine „forschungskompatib­le“ ePA an, welche es unter definierten Bedingungen erlauben soll, Datenspenden zu täti­gen.

Die ePA und die dahinterstehende Infrastruktur werden Deutschland zu einem konkur­renz­fähigen Niveau in Bezug auf digitale Versorgungsansätze verhelfen, betonte Thomas Ballast, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Techniker Krankenkasse. Dies gelte sowohl in Bezug auf andere Länder als auch international agierende Konzerne.

Natürlich würden die sensiblen Themen Datenschutz und Datensicherheit, neben der Nutzerfreundlichkeit entscheidende „Erfolgsfaktoren“, gut umgesetzt. Diesbezüglich biete die ePA zudem einen großen Vorteil gegenüber konzerngesteuerten Angeboten: Alle Ser­vices seien für die Versicherten kostenlos und müssten auch nicht mit Daten bezahlt werden. © aha/aerzteblatt.de

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