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Politik

Merkel wünscht sich schnelleres Handeln zur Pandemiebekämpfung

Dienstag, 17. November 2020

/picture alliance, Odd Andersen

Berlin – Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich nach dem jüngsten Bund-Länder-Treffen für zügigere Einigungen auf konsequente Maßnahmen in der Coronakrise ausge­sprochen.

„Dass es manchmal etwas zu langsam geht, das bedaure ich“, sagte Merkel heute auf einer Ver­anstaltung der Süddeutschen Zeitung. Es gehe um die „Vorbeugung vor dem Schlimmsten, also der Überlastung unseres Gesundheitssystems“.

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Die Coronapandemie sei eine „Jahrhundertherausforderung für die ganze Welt und für jeden einzelnen“ und „die Lage unverändert ernst“, sagte die Kanzlerin. Die geltenden Ein­schränkungen seien zwar Zumutungen und gehörten zu den schwersten Entscheidun­gen ihrer Amtszeit. Sie seien aber unvermeidlich.

Die Eindämmung der Pandemie gelinge nicht so schnell wie erhofft und viele Gesund­heitsämter seien an oder über ihrer Belastungsgrenze, mahnte Merkel. Es gebe Bereiche, in denen „wir große Sorgen haben“ und das Infektionsgeschehen nicht unter Kontrolle sei, sagte die Kanzlerin. „Die Hauptstadt gehört für mich auch dazu.“

Wenn sich ein exponentielles Wachstum der Fallzahlen abzeichne, „dann müssen wir in Zukunft schnell handeln. Auch wenn man noch gar nichts auf den Intensivstationen sieht“, forderte Merkel daher.

„Wenn wir warten würden, bis die Intensivbetten voll belegt sind, wäre es zu spät“ – das gelte nicht nur ethisch, sondern auch wirtschaftlich und sozial. Weiter sagte Merkel: „Wir müssen ja nicht jedes Mal unser Pflegepersonal so einem enormen Stress aussetzen.“

Bei den Bund-Länder-Beratungen waren konkrete Beschlüsse zur weiteren Bekämpfung von SARS-CoV-2 gestern auch nächste Woche vertagt worden. „Manche wollen da noch mehr Klarheit haben“, sagte Merkel mit Blick auf die Ministerpräsidenten der Länder.

Der Föderalismus sei insgesamt „schon eine gute Sache“ und erlaube eine flexiblere Pan­demiebekämpfung, betonte die Kanzlerin. Gleichzeitig stellte sie klar: „Ich werde weiter­hin der ungeduldige Teil in dieser Sache sein – und ich freue mich über jede Unterstüt­zung, die ich dabei bekomme.“ © afp/aerzteblatt.de

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