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Ausland

Mehrere Tote durch Hurrikan „Iota“ in Mittelamerika

Mittwoch, 18. November 2020

/picture alliance, ASSOCIATED PRESS, Delmer Martinez

Tegucigalpa – Mindestens neun Menschen sind in Mittelamerika durch den Hurrikan „Io­ta“ ums Leben gekommen. In Nicaragua wurden gestern (Ortszeit) sechs Opfer gemeldet, unter ihnen zwei Kinder. Zwei weitere Menschen starben auf dem kolum­bianischen Archi­pel San Andrés, Providencia y Santa Catalina. In Panama kam eine Frau ums Leben.

Nur zwei Wochen nach dem verheerenden Wirbelsturm „Eta“ hatte „Iota“ als Hurrikan der höchsten Kategorie 5 vorgestern Abend die Küste Nicaraguas erreicht. Nach Behörden­angaben traf „Iota“ mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 250 Stundenkilometern süd­lich von Bilwi auf Land. Danach wurde der Sturm von Kategorie 5 auf Kategorie 4 der Hurrikanskala zurückgestuft und schwächte sich landeinwärts weiter zu einem Tropen­sturm ab.

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In Nicaragua und Honduras brachten die Behörden tausende Menschen in Sicherheit. Nach Angaben des Telekommunikationsanbieters Telcor fiel in der Gegend der Strom aus. Bäume wurden entwurzelt, Dächer von Häusern gerissen. Unter den Todesopfern in Nica­ragua waren zwei Kinder. Sie starben beim Versuch, einen Fluss zu durchschwimmen.

Die Behörden hatten vor Eintreffen des Sturms tausende Menschen aus den Küsten­ge­bieten Nicaraguas und Honduras in Sicherheit gebracht. Rund um San Pedro Sula, der zweitgrößten Stadt von Honduras, wurden zehntausende Menschen mit Booten und Hub­schraubern abgeholt. Die Behörden warnten vor anhaltend starken Regenfällen, nachdem die Region erst vor zwei Wochen von Tropensturm „Eta“ heimgesucht worden war.

Auf der winzigen kolumbianischen Karibikinsel Providencia deckte „Iota“ das Dach des Krankenhauses teilweise ab. Bei mehr als 6.000 Bewohnern sei der Strom ausgefallen, sagte Insel-Polizeichef John Fredy Sepulveda.

Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) war „Iota“ der erste Hurrikan der höchsten Kategorie 5 „in dieser Rekordsaison“ mit bereits 13 Hurrikans im Atlantik. „Iota“ folgt der Route des Wirbelsturms „Eta“, durch den vor zwei Wochen mehr als 200 Menschen in Zentralamerika ums Leben gekommen waren.

Hunderttausende Menschen wurden obdachlos, an der Infrastruktur entstanden schwere Schäden. „Iota“ mit seinen starken Regenfällen trifft somit auf bereits aufgeweichte Bö­den und könnte somit noch mehr Überschwemmungen und Erdrutsche verursachen. Wiss­enschaftler führen es insbesondere auf den Klimawandel zurück, dass die Stürme an Häufigkeit und Heftigkeit zunehmen. © afp/aerzteblatt.de

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