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Ärzteschaft

Vertragsärzte wollen für Coronaimpfung ab Mitte Dezember bereit stehen

Mittwoch, 18. November 2020

/picture alliance, Sven Simon, Frank Hoermann

Berlin – Die Vertragsärzte in Deutschland wollen Mitte Dezember die Vorbereitungen ab­geschlossen haben, damit ein möglicher Impfstoff gegen SARS-CoV-2 verimpft werden kann. Das hat Stephan Hofmeis­ter, stellvertretender Vorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) heute betont.

Neben dem Aufbau von Impfzentren gehe es vor allem um Fragen der Terminkoor­dina­tion sowie die Priorisierung und Aufklärung der Patienten, sagte Hofmeister in einem Video. KBV und Kassenärztliche Vereinigungen (KVen) stünden dazu in einem engen Aus­tausch mit Bund und Ländern.

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Der KBV-Vize betonte aber zugleich, dass noch vieles unklar sei. „Denn was wir am Ende tatsächlich brauchen, ist eine Zulassung für einen Impfstoff“, erläuterte Hofmeister. Erst dann stünden Details zum Impfstoff und zu etwaigen Einschränkungen und Besonder­hei­ten fest, sodass auch erst dann die konkrete Umsetzung erfolgen könne.

Nach seiner Auffassung werden die Vertragsärzte eine besondere Rolle bei der Impfung einnehmen. Große Teile der Bevölkerung innerhalb kürzester Zeit zu impfen, sei nur mit den Vertragsärzten möglich, erklärte er. Impfen sei Arztsache, insbesondere bei einem neuen Impfstoff und der Menge an Impfungen, die benötigt würden.

Hofmeister betonte, dass im Idealfall rund 60 Prozent der Bevölkerung durchgeimpft werden müssen, um eine Herdenimmunität zu erreichen. Das seien so viele Menschen, dass es ohne die Vertragsärzte überhaupt nicht gehen werde.

Hofmeister wies darauf hin, dass die KBV im engen Dialog mit dem Bundesministerium für Gesundheit stehe. Ziel sei es, Dinge zentral und einheitlich zu regeln. So sei etwa eine Priorisierung der Impfmaßnahmen und deren klare Kommunikation von großer Bedeu­tung, wenn zunächst nur begrenzte Impfstoffmengen zur Verfügung stünden.

„Das Schlimmste, was uns passieren kann, ist den Eindruck zu erwecken, dass möglichst viele sich melden sollen zum Impfen, um nachher zu sagen, es ist nicht genug Impfstoff für euch da“, sagte Hofmeister.

Derzeit laufen der KBV zufolge auf Länderebene in enger Abstimmung mit den KVen die Vorbereitungen für die Einrichtung von Impfzentren. Einer der zentralen Punkte sei neben Lagerung und Transport des Impfstoffs auch die Organisation der Terminvergabe, wofür die Nummer des Patientenservices der KVen 116117 im Gespräch sei. © may/EB/aerzteblatt.de

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