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Corona: USA mit mehr als 250.000 Toten, Schweiz sagt Kliniken Hilfen zu, Höchstwerte in Japan

Donnerstag, 19. November 2020

/denisismagilov, stock.adobe.com

Washington – Regierungen weltweit reagieren mit drastischen Maßnahmen auf die zwei­te Coronawelle. Die USA überschritten laut einer Zählung der Johns-Hopkins-Universität gestern Abend (Ortszeit) die Marke von 250.000 SARS-CoV-2-bedingten Todesfällen.

Mehrere Bundesstaaten erließen neue Beschränkungen. Angesichts eines Rekordwerts bei den Neuinfektionen zeigte sich auch Japans Regierungschef alarmiert. Die Schweizer Regierung kündigte zusätzliche Unterstützung für überlastete Kliniken an.

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In New York müssen die Schulen ab heute wieder schließen. Bürgermeister Bill de Blasio sprach von einer „Vorsichtsmaßnahme“. „Wir müssen die zweite COVID-19-Welle bekäm­pfen“, sagte er. Die Schulen in der Ostküstenmetropole waren erst im September wieder geöffnet worden.

New York City ist mit 1,1 Millionen Schülern und 1.800 öffentlichen Schulen der größte Schulbezirk der USA. Allerdings hatte nur rund ein Drittel der Schüler im Herbst wieder den Präsenzunterricht besucht.

Viele Eltern ließen ihre Kinder aus Angst vor einer Ansteckung am Onlineunterricht teil­nehmen, der weiterhin angeboten wurde. New York gehörte während der ersten Infekti­onswelle im Frühling zu den am schwersten von der Pandemie betroffenen Großstädten der Welt.

Landesweit wurden in den USA gestern fast 158.000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet, die Gesamtzahl der nachgewiesenen Ansteckungen in dem Land stieg damit auf mehr als 11,4 Millionen. Die Zahl der Todesfälle durch das Coronavirus erreichte einen weltweiten Rekordwert von 250.029.

Sowohl gemessen an den Infektions- als auch an den Todesfällen sind die USA nach wie vor das am schwersten von der Pandemie betroffene Land der Welt vor Brasilien und In­dien.

Europa bleibt der am stärksten betroffene Kontinent. Wie die Weltgesundheits­organisa­ti­on (WHO) mitteilte, entfielen fast die Hälfte der in der vergangenen Woche registrierten Infektions- und Todesfälle auf europäische Staaten. Die einzige Region, in der die Coro­nazahlen rückläufig sind, ist demnach Südostasien.

Wegen der dramatischen Lage in den Krankenhäusern kündigte die Regierung der Schweiz gestern an, überlastete Krankenhäuser zusätzlich zu unterstützen. Soldaten könnten die Kliniken bis Ende März logistisch und bei der Kontaktverfolgung unter­stüt­zen und für infiziertes Personal einspringen, sagte Verteidigungsministerin Viola Amherd. Am Tag zuvor hatte die Schweizer Gesellschaft für Intensivmedizin mitgeteilt, dass lan­desweit alle Intensivbetten belegt seien.

Auch Ärzte in Ungarn warnten, dass die Kliniken im Land bald an ihrer Belastungsgrenze angekommen seien. Wegen des zuletzt starken Anstiegs bei den Neuinfektionen hatte die Regierung in Budapest vorgestern den Ausnahmezustand bis Februar verlängert. Ur­sprüng­lich hätte die Maßnahme am 11. Dezember enden sollen. Ungarn hat nach Anga­ben der EU-Gesundheitsbehörde ECDC derzeit die vierthöchste Coronatodesfallrate in der EU.

Eine leichte Entspannung zeichnet sich dagegen in Belgien ab. „Zum ersten Mal seit Wochen, ja seit Monaten, bewegen sich alle Anzeichen in die richtige Richtung“, sagte der nationale Pandemiebeauftragte Yves Van Laethem gestern. Nach den Ansteckungszahlen und der Zahl der Krankenhauseinweisungen sei nun erstmals auch die Zahl der Todesfälle wieder gesunken.

Unterdessen meldete Japan einen neuen Höchstwert an Neuinfektionen. Landesweit wurden binnen eines Tages 2.000 Neuinfektionen gemeldet, davon allein 500 in der Hauptstadt Tokio.

Regierungschef Yoshihide Suga rief heute die „höchste Alarmstufe“ aus und beauftragte dem Sender NHK zufolge ein Expertengremium damit, den Ursachen des Anstiegs nachzugehen. Zuvor hatte Suga angekündigt, die Regierung werde mögliche strengere Maßnahmen in den Regionen unterstützen. © afp/aerzteblatt.de

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