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Warnung vor Blutspendelücke in Coronakrise

Donnerstag, 19. November 2020

/picture alliance, Marius Becker

Düsseldorf – Nordrhein-Westfalens Ge­sund­heits­mi­nis­ter Karl-Josef Laumann (CDU) hat gemeinsam mit Ärzten dazu aufgerufen, sich trotz Coronakrise nicht vom Blutspenden abschrecken zu lassen.

COVID-19 werde nicht durch Blut übertragen, sagte der Ärztliche Geschäftsführer des Blutspendedienstes West des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Thomas Zeiler, heute in Düsseldorf.

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Die Blutspende sei für den Spender so sicher wie die Transfusion für den Empfänger. „Da ist kein Risiko“, sagte der Mediziner. Deshalb sei es auch nicht sinnvoll, bei der Blutspen­de auf COVID-19 zu testen.

Täglich benötige der DRK-Blutspendedienst allein in NRW etwa 3.000 Blutspenden, sagte Zeiler. Infolge der Krise fielen allerdings mehr als 15 Prozent der üblicherweise mehr als 9.000 Blutspendetermine des DRK in NRW weg, stellte Zeiler fest.

Etliche Räume in Schulen und Firmen stünden aus Infektionsschutzgründen nicht mehr zur Verfügung. „Viele Firmen machen hermetisch dicht und sagen: Da kommt keiner rein“, berichtete der Arzt. Die Räume würden aber dringend gebraucht: „Die Blutspende braucht ein Dach.“

Eine DRK-Öffentlichkeitskampagne unter dem Motto „Gemeinsam Leben retten – NRW spendet Blut“ soll helfen, mehr Engageement zu wecken und Ängste zu nehmen. Insge­samt spenden den Angaben zufolge weniger als fünf Prozent der deutschen Bevölkerung regelmäßig Blut. Sechs Prozent wären gut, sagte Laumann.

Viel Blut werde nicht nur gebraucht für Krebspatienten, Unfallopfer oder Operationen am offenen Herzen, sondern jetzt zusätzlich auch für schwer erkrankte COVID-19-Patienten, deren Blut künstlich mit Sauerstoff angereichert werden müsse, erklärte die Leiterin der Transfusionsmedizin am Universitätsklinikum Köln, Birgit Gathof.

Einige dieser Patienten benötigten täglich eine oder sogar zwei Blutspenden. Für die meisten Menschen sei die Blutspende sogar gesund. © dpa/aerzteblatt.de

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