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Verbraucherzentrale will Qualitätsberichte für die ambulante Versorgung

Montag, 23. November 2020

/picturealliance, Jens Kalaene

Berlin – Patienten sollen mehr Informationen über die Qualität der ambulanten medizi­nischen Behandlung erhalten können. Qualitätsberichte, wie sie derzeit Krankenhäuser erstellen, müssten auch von ambulanten Einrichtungen erbracht werden.

Dafür hat sich der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) in einer Stellungnahme zum Referentenentwurf des Gesetzes zur Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung (Gesundheitsversorgungsweiterentwicklungsgesetz – GVWG) ausgesprochen.

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Demnach sollen Qualitätsdaten zur Versorgung leicht zugänglich, einfach verständlich und vergleichend für alle Versorgungsbereiche zur Verfügung gestellt werden. Gerade im Bereich der ambulanten vertragsärztlichen Versorgung gäbe es hierfür bislang wenig Möglichkeiten für Patienten. Die Neuregelungen dürften jedoch keinesfalls Rückschritte der Qualitätsberichterstattung für den Krankenhausbereich mit sich bringen, so der Verband.

Erste Überlegungen in diese Richtung waren bereits in den Eckpunkten des Bundes­ge­sund­heitsministeriums (BMG) für ein Digitalisierungsgesetz enthalten. So soll die KBV bestimmte Arztinformationen an das Nationale Gesundheitsportal liefern. Außerdem böten Abrechnungsdaten wichtige Qualitätsinformationen, die zu diesem Zweck heran­gezogen werden sollten, fordert der vzbv.

„Die Neuregelungen können einen Beitrag dazu leisten, das Gesundheitswesen und die Versorgung patientenorientierter zu gestalten und die Qualität und Transparenz in der Versorgung zu steigern“, heißt es in der Stellungnahme.

Darüber hinaus begrüßt der vzbv mehrere im Referentenentwurf zum GVWG enthaltene Einzelaspekte, unter anderem jene zu einer großen Reform der Notfallversorgung. Denn immer wieder komme es für Patienten zu „unnötigen Brüchen in der Versorgung und ins­besondere im Bereich der Notfallversorgung zu einer ineffizienten Nutzung der knappen Ressourcen“, schreiben die Verbraucherschützer.

„Inseldenken und -handeln“ würde in einem immer komplexer werdenden Gesundheits­system zu erheblichen Hürden führen. Sektorengrenzen würden koordinierte Versor­gungsprozesse sowie Informationsaustausch und Kommunikation zwischen den medi­zinischen Professionen behindern, heißt es weiter.

Für die nächste Legislaturperiode sollte deshalb ein „nachvollziehbares Gesamtkonzept“ erstellt werden, „um eine sektorenübergreifende Versorgung für Patienten endlich Realität werden zu lassen“. © jff/aerzteblatt.de

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