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Ausland

Ruf nach gemeinsamer Strategie im Kampf gegen Corona

Freitag, 20. November 2020

/Maksym Yemelyanov, stock.adobe.com

Berlin – Vor dem G20-Gipfel an diesem Wochenende hat die Entwicklungsorganisation One die großen Industrienationen aufgerufen, endlich eine gemeinsame Strategie zur Bekämpfung der Coronapandemie zu entwickeln. Bundeskanzlerin Angela Merkel sei besonders gefordert, „alles in die Waagschale zu werfen“, sagte One-Direktor Stephan Exo-Kreischer heute in Berlin.

Die reichen Länder der G20-Gruppe sollten auch für eine gerechte Verteilung von bezahl­baren Impfstoffen an alle Menschen weltweit sorgen. „Wir können uns keine nationalen Alleingänge leisten“, sagte Exo-Kreischer. „Corona besiegen wir entweder gemeinsam oder gar nicht. Es muss allen Länder klar werden, dass sie nicht gegenein­ander antreten, sondern gegen das Virus.“

Die G20-Gruppe solle dabei die internationale Impfstoffinitiative Covax (Covid-19 Vacci­nes Global Access) „ausfinanzieren“, forderte One. An dem weltweiten Vorhaben beteili­gen sich schon China und mehr als 150 Länder – allerdings nicht die USA. Federführend sind die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sowie die Impfstoffallianzen Gavi (Global Alliance for Vaccines and Immunizations) und Cepi (Coalition for Epidemic Preparedness Innovations).

Bis Ende 2021 benötigt die Covax-Initiative nach One-Angaben elf Milliarden US-Dollar. In dem Vorhaben werden die internationalen Bemühungen zur Forschung, Entwicklung und Verteilung eines Impfstoffes gebündelt, um allen Ländern einen fairen und gerechten Zugang zu einem neuen Coronaimpfstoff zu ermöglichen.

Die Staats- und Regierungschefs der G20-Gruppe kommen am Wochenende zu zweitä­gigen virtuellen Beratungen unter dem Vorsitz Saudi-Arabiens zusammen. Sie repräsen­tieren mehr als 85 Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung, drei Viertel des Welt­handels und rund zwei Drittel der Weltbevölkerung.

Zur G20 gehören neben der EU als Staaten Argentinien, Australien, Brasilien, China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Indien, Indonesien, Italien, Japan, Kanada, Mexiko, Russland, Saudi-Arabien, Südafrika, Südkorea, Türkei und die USA. © dpa/aerzteblatt.de

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