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Politik

Intensivpflege: Grüne wollen bessere Bedingungen

Freitag, 20. November 2020

/picture alliance, Kay Nietfeld

Berlin – Die Bundestagfraktion der Grünen hat von der Bundesregierung ein Sofort­pro­gramm gefordert, um Intensivpflegefachkräften in der SARS-CoV-2-Pandemie den Rücken zu stärken.

Zwar stehe eine ausreichende Zahl von Intensivbetten für die Versor­gung beatmungs­pflich­tiger Patienten zur Verfügung, allerdings bestünden ernstzuneh­mende Engpässe bei der personellen Ausstattung der Versorgungsstrukturen – insbeson­dere beim Pflegeper­sonal.

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Die Abgeordneten fordern in einem Antrag kurzfristige Initiativen, um eine personelle Überlastung auf den Intensivstationen zu vermeiden. So sollten für ausgeschiedene Pfle­gefachkräfte Anreize für einen Wiedereinstieg in den Beruf geschaffen und der Aufbau einer Pflegenotfallreserve in einer konzertierten Aktion angestoßen werden.

Darüber hinaus müsse der Gesundheitsschutz der Beschäftigten gestärkt werden. Unter anderem dadurch, dass Maßnahmen zur Verlängerung der täglichen Höchstarbeitszeit und zur Verkürzung der Ruhezeiten ausgesetzt würden. Beschäftigte sollten zudem bei Bedarf psychologische Betreuung und Psychotherapie nutzen können. Die daraus resul­tierenden Mehrkosten müssten erstattet werden.

Die Fraktion hat die Bundesregierung ferner aufgefordert, einen Gesetzentwurf vorzule­gen, der Beschäftigten mehr Arbeitszeitsouveränität ermöglicht. Ziel sei es, dass Be­schäftigte im Bereich von 30 bis 40 Stunden pro Woche – unter Einhaltung von Ankün­di­gungsfristen – ihren Arbeitszeitumfang leichter bedarfsgerecht nach oben oder unten anpassen können. © hil/sb/aerzteblatt.de

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