NewsPolitikPandemiebewältigung ohne ambulante Ärzte unmöglich
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Pandemiebewältigung ohne ambulante Ärzte unmöglich

Freitag, 20. November 2020

/picture alliance, Pressebildagentur ULMER

München – Rund 80 Prozent der COVID-19-Patienten in Bayern werden ambulant ver­sorgt. Das geht aus Zahlen der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) hervor. Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml (CSU) dankte den ambulant tätigen Ärzten für ihren Einsatz in der Coronapandemiebekämpfung.

Die Ministerin betonte anlässlich eines virtuellen Treffens mit den Chefs der KVB, der Bayerischen Lan­des­ärz­te­kam­mer (BLÄK), des Bayerischen Hausärzteverbands (BHÄV) und des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ), dass die ambulant tätigen Ärzte eine wichtige Säule der flächendeckenden Pandemiebewältigung seien. „Ihrem uner­müd­lichen Einsatz ist es zu verdanken, dass wir das Pandemiegeschehen bei milden Verläufen weitestgehend unter Kontrolle halten", sagte Huml.

Anzeige

Besondere Bedeutung schrieb sie den koordinierenden Ärzte zu, die als Binde­glied zwi­schen den niedergelassenen Ärzten vor Ort, den KVB-Strukturen und den ört­lichen Be­hörden und Entscheidungsträgern fungieren. „Mir ist bewusst, dass viele der koordinie­ren­den Ärzte ihre Aufgabe neben ihrer eigentlichen Praxistätigkeit ausüben und mit ihrem Engagement einen extrem wichtigen Beitrag leisten, der über ihr eigentliches Pflichtprogramm hinausgeht", sagte die Ministerin.

Sie kündigte an, dass diese Strukturen nun weiterentwickelt werden. Unter anderem ist vorgesehen, dass koordinierende Ärzte zukünftig eine Aufwandsentschädigung erhalten. Das Ministerium erarbeite derzeit die Ausgestaltung der erforderlichen Regelungen.

Laut Huml spielen die Praxen auch bei der Umsetzung der Bayerischen Teststrategie eine entscheidende Rolle. „Dass sich in Bayern jeder testen lassen kann, den die Ungewissheit plagt oder der sichergehen will, bevor er Angehörige im Pflegeheim besucht oder der nicht auf weitere Symptome warten will, bis sich der Coronaverdacht bestätigt, wäre ohne unsere ambulanten Ärzte nicht machbar“, unterstrich Huml. © hil/sb/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

23. November 2020
Berlin – Die Bundesländer beraten weiter über eine gemeinsame und längerfristige Strategie in der Coronakrise. Bereits am Wochenende hatte es mehrere Runden dazu gegeben. Die Länder beabsichtigen,
Länder verhandeln weiter über gemeinsame Coronastrategie
23. November 2020
Dessau – Nach der Zulassung eines ersten Coronaimpfstoffs in Europa möglicherweise schon Ende dieses Jahres rechnet Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) mit einer steigenden Impfbereitschaft in
Spahn rechnet mit wachsender Impfbereitschaft
23. November 2020
Berlin – Angesichts steigender Zahlen von schwer erkrankten Coronapatienten haben Intensivmediziner vor einer Überlastung der Krankenhäuser gewarnt. „Die Lage auf den Intensivstationen spitzt sich
Coronakrise: Belegung auf Intensivstationen steigt weiter
23. November 2020
Augsburg – In Deutschlands Kliniken gibt weniger vollausgebildete Intensivpflegekräfte als Intensivbetten. In Zahlen bedeute dies, dass auf 25.000 Pflegekräfte knapp 28.000 Betten kämen, schreibt die
Weniger ausgebildete Intensivpflegekräfte als Intensivbetten
23. November 2020
Berlin – Mit Blick auf die geplanten Impfaktionen gegen SARS-CoV-2 in Deutschland benötigen die Bundesländer weitere Unterstützung. In Nordrhein-Westfalen (NRW) etwa haben heute Landesregierung und
Freiwillige Fachkräfte für Coronaimpfaktion und Gesundheitszentren gesucht
23. November 2020
Berlin – Im Kampf gegen die Folgen der Coronapandemie will die Bundesregierung im nächsten Jahr deutlich mehr Geld ausgeben als bisher geplant. Für das kommende Jahr ist ein erheblicher Anstieg der
Coronakrise: Bund plant 2021 deutlich mehr Ausgaben
23. November 2020
Berlin – Eine neue S2k-Leitlinie gibt seit heute Empfehlungen zur stationären Therapie von Patienten mit COVID-19. Sie erweitert die bereits seit März 2020 vorliegende intensivmedizinische
LNS LNS LNS LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER