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Ausland

Fauci: Schnelle Impfstoff­entwicklung kein Grund zur Sorge

Freitag, 20. November 2020

US-Chefvirologe Anthony Fauci. /picture alliance, ASSOCIATED PRESS, Susan Walsh

Washington – Der US-Immunologe Anthony Fauci hat Bedenken zurück­gewiesen, wonach die Entwicklung der Coronaimpfstoffe gegen SARS-CoV-2 zulasten der Verträglichkeit und Wirksamkeit beschleunigt worden sein soll.

„Die Geschwindigkeit des Prozesses hat die Sicherheit in keiner Weise kompromittiert“, sagte Fauci gestern im Weißen Haus. Biontech und der US-Pharmakonzern Pfizer stellten heute einen Antrag für eine Notfall­genehmigung für den von ihnen entwickelten Corona­impfstoff.

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„Wir werden innerhalb von 24 Stunden nach der Zulassung durch die FDA Millionen von Impfstoffdosen ausliefern. Meine Botschaft lautet also: Hoffnung und Hilfe sind auf dem Weg“, sagte Ge­sund­heits­mi­nis­ter Alex Azar gestern.

Sobald die Anträge auf eine Notfallgenehmigung für die Impfstoffe eingingen, würde die zuständige Lebens- und Arzneimittelbehörde FDA alles „sehr sorgfältig“ überprüfen, sagte Fauci. Der Immunologe ist ein Mitglied der Corona-Arbeitsgruppe des Weißen Hauses. Experten befürchten, dass manche Menschen dem Impfstoff wegen der beschleunigten Entwicklung und politischen Debatten skeptisch gegenüberstehen könnten.

In den USA sind nach Daten der Johns-Hopkins-Universität bereits mehr als eine Viertel­million Menschen seit Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit einer Infektion ge­storben. Seit Anfang November wurden täglich mehr als 100.000 Neuinfektionen nach­gewiesen, zuletzt waren es im Schnitt bereits rund 160.000.

Gestern verzeichnete das Land innerhalb weniger Tage erneut einen Höchststand bei den Coronaneuinfektionen. Die Behörden meldeten binnen eines Tages 187.833 neue Fälle, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität hervorging. Der bislang höchste Wert war am vergangenen Freitag registriert worden, als mehr als 177.000 Neuinfektionen gemel­det wurden.

Auch die Zahl der Toten im Zusammenhang mit einer Coronavirusinfektion stieg weiter rapide an: Mit 2015 neuen Todesfällen wurde gestern seit Anfang Mai erstmals wieder die 2000er-Marke überschritten. Der höchste Wert an einem Tag wurde am 15. April mit 2.609 Toten erreicht.

Die Johns-Hopkins-Webseite wird regelmäßig aktualisiert und zeigt daher einen höheren Stand als die offiziellen Zahlen der Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO). In manchen Fällen wurden Zahlen – unter anderem die der Neuinfektionen binnen 24 Stunden – nachträglich korrigiert. © dpa/aerzteblatt.de

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