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Ausland

Mehr als 100.000 Coronatote in Mexiko

Freitag, 20. November 2020

/picture alliance, NurPhoto, Gerardo Vieyra

Mexiko-Stadt – In Mexiko ist die Zahl der Todesopfer infolge einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-Cov-2 auf mehr als 100.000 gestiegen.

Mit 576 neuen Todesfällen im Vergleich zum Vortag überschritt das Land als viertes der Welt nach den USA, Brasilien und Indien diese Marke, wie das Ge­sund­heits­mi­nis­terium gestern (Ortszeit) mitteilte. Der Staat mit den fünftmeisten Coronatoten, Großbritannien, hat etwas mehr als halb so viele registriert.

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In Wirklichkeit sind in Mexiko jedoch wohl mindestens 150.000 Menschen infolge einer COVID-19-Erkrankung gestorben. Die Regierung hatte am 25. Oktober erklärt, dass ge­schätzt rund 50.000 Todesfälle, die nicht in der offiziellen Statistik auftauchen, auf die Krankheit, die das Coronavirus auslöst, zurückzuführen seien.

Bislang wurden in Mexiko 1.019.543 Infektionen mit dem Virus SARS-CoV-2 festgestellt – Platz elf weltweit. Auch hier dürfte die wahre Zahl jedoch deutliche höher liegen, da in dem nordamerikanischen Land – mit knapp 130 Millionen Einwohnern der zehntbevöl­kerungsreichste Staat der Welt – nur sehr wenig getestet wird.

Mexiko kehrte in den vergangenen Monaten immer mehr zur Normalität zurück – viele wegen der Pandemie geschlossenen Betriebe machten wieder auf. Da in Mexiko-Stadt, einer der größten Städte der Welt, die Auslastung der Krankenhausbetten zuletzt stieg, könnten dort jedoch bald wieder Einschränkungen verhängt werden.

Obligatorische Ausgangsbeschränkungen hat es in Mexiko allerdings nie gegeben. Mehr als die Hälfte der Beschäftigten arbeitet dort im informellen Sektor – sie können es sich nicht leisten, zu Hause zu bleiben.

Staatspräsident Andrés Manuel López Obrador hat seit Monaten immer wieder die Gefahr durch das Virus heruntergespielt und behauptet, sein Land habe dieses „gebändigt“. Mit Maske zeigt sich der Linkspopulist so gut wie nie. © dpa/aerzteblatt.de

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