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Ärzteschaft

Forderung nach mehr Medizinstudien­plätzen in Mecklen­burg-Vorpommern

Freitag, 20. November 2020

/kasto, stock.adobe.com

Rostock/Schwerin – In Mecklenburg-Vorpommern sind die Kassenärztliche Vereinigung (KV) und die Ärztekammer mit einem Beschlussvorschlag im Landtag aktiv geworden, um dem drohenden Ärztemangel entgegenzuwirken. Darin fordern sie das Land auf, die An­zahl der Studienplätze an den beiden Universitäten Rostock und Greifswald für Human­me­dizin in den kommenden zwei Jahren schrittweise um jeweils 25 Prozent zu erhöhen.

Laut KV und Ärztekammer wird sich in den kommenden Jahren im ambulanten und im stationären Bereich der Mangel an Fachärzten weiter verschärfen. Schon jetzt seien knapp 30 Prozent aller Hausärzte über 60 Jahre alt, bei den ambulant tätigen Fachärzten seien es knapp 24 Prozent. Im stationären Bereich werde in zehn bis zwölf Jahren rund ein Drittel der Ärzte in den Ruhestand gehen.

KV und Ärztekammer zufolge reicht bislang die Anzahl der Absolventen an den Universi­täten des Landes nicht aus, um den bereits bestehenden und sich verschärfenden Mangel an Ärzten zu decken – aktuell gibt es Kapazitäten für rund 400 Erstsemester. Zumal viele nach dem Studium für die Facharztausbildung in ein anderes Bundesland gingen.

Deshalb fordern sie in ihrer Beschlussvorlage nicht nur eine Erhöhung der Zahl der Studi­enplätze, sondern auch die Verpflichtung, sich in Mecklenburg-Vorpommern anschließend weiterbilden zu lassen. Das sei ein notwendiges und sinnvolles Mittel zur langfristigen Sicherung der Fachkräfte.

Wie der Dekan und Wissenschaftliche Vorstand der Universitätsmedizin Rostock, Emil Reisinger, sagte, ist die Erhöhung der Studierendenzahl denkbar. Das sei machbar, sofern dies der politische Wille ist. „Wir stehen bereit dafür.“ © hil/sb/dpa/aerzteblatt.de

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