NewsAuslandCOVID-19: 202 Ärzte und 49 Pfleger in Italien gestorben
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ausland

COVID-19: 202 Ärzte und 49 Pfleger in Italien gestorben

Freitag, 20. November 2020

Medizinisches Personal in Schutzkleidung behandelt Patienten auf der Intensivstation des Krankenhaus San Filippo Neri. /picture alliance, AP, Alessandra Tarantino

Rom – In Italien sind bislang 202 Mediziner und 49 Pflegekräfte an den Folgen einer COVID-19-Erkrankung gestorben. Das geht aus aktuellen Zahlen der zuständigen Berufsver­bän­de hervor.

Wie die nationale Ärztevereinigung Fnomceo heute mitteilte, sind die meisten Toten auf die erste Coronawelle vom Frühling zurückzuführen. Seit Anfang Oktober seien 22 verstorbene Ärzte hinzugekommen.

Anzeige

„Mehr als 200 Kollegen, das hätten wir nie erwartet, als alles losging. Und doch ist es ge­schehen“, sagte Ärzteverbandschef Filippo Anelli. Es müsse dringend mehr für den Schutz des Gesundheitspersonals getan werden, forderte er. „Ärzte haben das Recht, ihre Patienten in Sicherheit zu behandeln“, betonte Anelli.

Aufgrund der Pandemie hat auch der italienische Verband der Pflegekräfte (Fnopi) Dutzende Tote zu beklagen – 49 sind es laut der neuesten Auswertung. 28.000 haben sich den Anga­ben zufolge mit dem Virus angesteckt, die Tendenz sei steigend.

Unterdessen plant das italienische Ge­sund­heits­mi­nis­terium, mit der ersten Lieferung eines Impfstoffs sämtliche Mitarbeiter des Gesundheitswesens vorrangig impfen zu lassen. © kna/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Avatar #850553
wichi
am Mittwoch, 25. November 2020, 22:29

Vorschlag: Schutz des Personals durch bezahlte Vitamin-D Supplementation

Zu diesem Thema möchte ich hier den Vorschlag machen, dem Medizinischen Personal in Ihrem Krankenhaus eine Supplementation von Vitamin-D zu bezahlen.
Das kostet bei 2000 I.E täglich etwa 5€ pro Person und Jahr, und kann diese sehr wahrscheinlich vor einem schweren Verlauf einer Covid-19 Erkrankung schützen.

Durch eine Erstattung der Kosten steigt die Chance, dass eine möglichst große Anzahl von Mitarbeitern Vitamin-D supplementiert. Wenn dadurch einige nicht an Covid-19 erkranken, oder im Falle einer Erkrankung schneller wieder gesund werden, hat man den investierten Betrag nach kürzester Zeit wieder eingespart.
Die Kosten sind zudem nach § 3 Nr. 34 EStG steuerfreie Gesundheitsmaßnahmen absetzbar.
Siehe : https://www.iww.de/lgp/lohnsteuer/arbeitgeberleistungen-gesundheitsfoerderung-durch-geschickte-gestaltung-steuer-und-sv-nachforderungen-vermeiden-f58590
In diesem Artikel wird auch konkret Vitamin-D aufgezählt.

Es ist inzwischen durch viele Studien erwiesen, dass mit kleiner werdendem Vitamin-D Spiegel die Schwere der COVID-19 Erkrankung zunimmt.

Dazu gibt es nicht nur Studien aus dem Ausland, sondern auch aus Deutschland.
Das Universitätskrankenhaus Heidelberg hat eine Studie ("Vitamin D Deficiency and Outcome of COVID-19 Patients ") veröffentlich, in welcher der Satz „Bei unseren Patienten war ein Vitamin-D Mangel bereinigt um Alter, Geschlecht und Komorbiditäten mit einem 6-fach höheren Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf und einem ~ 15-fach höheren Sterberisiko verbunden“
enthalten ist (Mit Google Translate auf deutsch übersetzt).
Link :https://www.mdpi.com/2072-6643/12/9/2757

Eine Kausalität kann man aus dieser Studie nicht ableiten, aber aus den beiden folgenden placebokontrollierten, Doppel-Blind- Studien.

Eine ganz aktuelle Studie, die einen Hinweis zur Kausalität enthält, kommt aus
Nordindien November 2020
"Short term, high-dose vitamin D supplementation for COVID-19 disease: a randomised, placebo-controlled, study (SHADE study)"
https://pmj.bmj.com/content/early/2020/11/12/postgradmedj-2020-139065
In der Studie ging es vorrangig darum, festzustellen, wie lange eine Supplementation mit 60.000 I.E Calcidiol täglich nötig ist, um den Vitamin-D Pegel von Patienten auf 50 ng/ml zu erhöhen.
Als Nebenprodukt ergab sich, das 3 mal mehr Patienten der Vitamin-D Gruppe nach 17 Tagen virenfrei waren als in der Vergleichsgruppe.
Mit Vitamin-D kann der Körper also die Covid-19 Viren besser bekämpfen.

Ferner gibt es eine Studie der Universität Bonn, dass Vitamin-D den Zytokinsturm hemmt. Dies wurde zwar im Zusammenhang mit Herzfehlern untersucht, in bin aber der Meinung, dass es zweitrangig ist, was den Zytokinsturm auslöst.
Universität Bonn: 4.2006
„Vitamin D Supplementation Improves Cytokine Profiles in Patients With Congestive Heart Failure: ADouble-Blind, Randomized, Placebo-Controlled Trial “
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/16600924/


Aus einem Altenheim in Frankreich gibt es eine Studie, bei der die Hälfte der Bewohner 100.000 I.E. Vitamin-D monatlich bekommen hat.
“Vitamin D and survival in COVID-19 patients: A quasi-experimental study”
Dort haben 4mal mehr Personen der Gruppe die Vitamin-D bekommen haben, im Vergleich zur Gruppe die nichts bekommen hat, überlebt.
Link: https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S096007602030296X
Dies ist keine Studie nach höchstem medizinischen Anspruch, gibt aber ebenfalls einen Hinweis zur Kausalität der Vitamin-D Supplementierung.

Falls Sie sich oben über die Formulierung „Wenn dadurch einige nicht an Covid-19 erkranken...“ gewundert haben, hier die Begründung dazu.
Es gibt eine Israelische Studie, die Daten von 500.000 Probanden ausgewertet hat, und dabei für jede israelische Bevölkerungsgruppe einen eigenen Ansteckungsfaktor berechnet hat. Dabei ergab sich im Schnitt die halbe Ansteckungsgefahr mit genügend Vitamin-D.
Israel clalit Health Services 7.9.2020
"The link between vitamin D deficiency and Covid-19 in a large population"
https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2020.09.04.20188268v1
2 weitere Studien aus USA; Chicago und Israel: Bar-Ilan-Universität haben einen ähnlichen Faktor ermittelt.

Es besteht also eine große Chance, dass das Personal in Ihrer Klinik eine Covid-19 Erkrankung glimpflich überstehen kann. Zudem ist dies auch eine Möglichkeit, anhand von eigenen Statistiken festzustellen, ob eine Vitamin-D Supplementation hilft.

Da das RKI leider noch gar nichts zu dem Thema veröffentlicht hat, kann man im Moment nur den Empfehlungen anderer Institute folgen.
Das deutsche Krebsforschungszentrum empfiehlt aufgrund der Ergebnisse einer eigenen Studie ("Vitamin D insufficiency and deficiency and mortality from respiratory diseases in a cohort of older adults: potential for limiting the death toll during and beyond the COVID-19 pandemic" ),
eine Supplementation von 1500-2000 I.E täglich.
Link: https://www.mdpi.com/2072-6643/12/8/2488
LNS

Nachrichten zum Thema

2. Dezember 2020
Berlin – Die geplante Ausgabe von FFP2-Masken an Risikogruppen in der Pandemie ist nach Darstellung des GKV-Spitzenverbandes in der Verwaltungsratssitzung des Verbandes organisatorisch noch ungeklärt.
Maskenausgabe: Organisation ungeklärt
2. Dezember 2020
Berlin – Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat vor überlasteten Krankenhäusern gewarnt: Die Situation sei coronabedingt „extrem angespannt, und das jetzt schon – ohne die saisonale
Kretschmer: Lage in den Krankenhäusern wegen Corona „extrem angespannt“
2. Dezember 2020
Köln – Zu einem verantwortungsvollen Umgang mit den angekündigten Coronalockerungen an Weihnachten hat der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) aufgerufen. Bund und Länder
Laschet: Gelockerte Coronaregeln an Weihnachten nicht ausreizen
2. Dezember 2020
Berlin – Die Bundeswehr verstärkt ihre Unterstützung für Gesundheitsämter im Kampf gegen die Coronapandemie. „Wir haben das Kontingent aufgestockt für 20.000“, sagte Bundesverteidigungsministerin
Bundeswehr verstärkt Einsatz in Gesundheitsämtern
2. Dezember 2020
Berlin – Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hat die strengeren Coronamaßnahmen in Berlin verteidigt. „Wir haben in Berlin – wie in anderen Bundesländern auch – so hohe Zahlen und
Müller verteidigt strengere Coronaregeln in Berlin
2. Dezember 2020
Kiel – Der Kieler SPD-Fraktionschef Ralf Stegner ist dafür, in bestimmten Fällen Hotels für die Coronaquarantäne zu nutzen. Das SARS-CoV-2-Virus breite sich im privaten Bereich umso schneller aus, je
Stegner regt Coronaquarantäne im Hotel an
2. Dezember 2020
Eschweiler – Der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), Uwe Janssens, hat die Politik aufgefordert, die überregionale Versorgung von schwer
LNS LNS LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER